14: Ultra Violet oder: Die Farbe von Rock

So was von gestern kann so was von erfrischend sein: The Amazons sind einfach nur geil.

Letzten Sonntagabend hab ich mir ja die Sportgala von SRF reingezogen. Nicht, dass ich so furchtbar daran interessiert gewesen wäre, zu sehen, wie Roger Federer seinen hundertsten Titel (nicht) abholt, aber ich war einfach zu müde zum Zappen. Doch die Sendung hatte es ja auch in sich: Irgendeine Fussballerin sang mit Wincent Weiss weiss ich nicht was, und Carla Bruni war da! J’adore Carla Bruni! Pat Burgener trat ebenfalls auf, und ich würde ja gerne schreiben, der Snowboardprofi hat einen super Song gemacht, aber er ist leider sterbenslangweilig (der Song. Nicht Burgener) (und es gibt ja schon Sportler, dies können, ja, vielleicht machen wir mal eine Serie darüber).

Doch darum soll es hier gar nicht gehen. Sondern darum:

Das Pantone-Farbinstitut, nach dem sich die ganze Fashion-Design-Schickimicki-Szene jeweils richtet, hat eben Ultra Violet zur Trendfarbe 2018 ausgerufen. Das ist lustig, weil: The Amazons rocken dieses intensive Violett schon lange. Der Song „Ultraviolet“ erschien 2015 und findet sich wieder auf dem Album, das dieses Jahr erschienen ist. Lustig ist es auch deshalb, weil The Amazons jetzt das Gegenteil von Trend sind. Die Boys aus Reading spielen Rock, so, wie man ihn in den 70ern, 80ern und teilweise auch noch 90ern gemacht hat, viel Gitarre, laut, dreckig. Ein bisschen so wie Noel, aber natürlich viel tougher. Kurz: Dass sie erst gar nicht versuchen, irgendwelchen neuen Scheiss zu machen, ist so was von erfrischend, und dass wir glorreich ihr Konzert in Lausanne verpasst haben, ist auch nicht so schlimm. Das ist eine Band, die man in good old England sehen muss (Tourdaten hier).

THE AMAZONS: DEBUT ALBUM, out (Caroline / Fiction)

 

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