23: Musik zum Trinken

Nett und schön, all die heiteren Glingeling-Songs. Aber definitiv nicht jedermanns Sache. Deshalb graben wir das grossartige Album „Drinking Songs“ von Matt Elliott aus. Und befeuern damit alle, die Weihnachten einfach nur deprimierend finden.

Schon allein die Bestellung der Vinyl-Ausgabe dieses Albums bietet sehr viel Grund zum Trinken. Vor drei Wochen bestellt, ist das gute Stück noch immer nicht eingetroffen. Stattdessen regelmässige Mails des Online-Shops, dass sie mehrmals gemotzt hätten, vergeblich. Die gute Nachricht: „Drinking Songs“ ist in voller Pracht auf Youtube zu finden. Und ein furchtbar schön runterziehender Soundtrack zum rumsitzen, trinken , grübeln und sich bemitleiden. Weil die Weihnachtszeit manchmal ganz einfach kein Grund zur Freude, sondern ein gefühltes Jahrtausend der Einsamkeit, des Seelenschmerzes, der Niedergeschlagenheit ist.

Rockette Nina ist schon wegen anderen Songs des Bristol-Musikers Matt Elliott halb depressiv geworden. Und ja, ist so, jammernde Geigen, ein lahmendes Klavier, eine Stimme voller Melancholie, Melodien voller Moll – „Drinking Songs“ ist schon hard stuff. Und deswegen für Schwarzmaler vielleicht nicht ganz so geeignet wie für all jede, die frohgemut genug sind, in der Schwere, im Leiden etwas Wohltuendes zu sehen. Eine Art Genuss, einen Zauber, die Aussicht auf Besserung. Und die kommt immer, spätestens mit dem Konterbier.

Prost zäme!

MATT ELLIOTT: „DRINKING SONGS“ (2004)

(Bild: Facebook)

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2 thoughts

  • hi rockettes, erst mal hut ab vor eurem blog, freue mich hin und da darin abzutauchen ….. und am 23. dezember „drinking songs“ zu posten finde ich schon ziemlich verwegen

    seis drum habe zum gemütlichen auskatern vorhin mal reingehört – unmöglich. da halte ich mich heute mal an die dubliners und gehe mit „seven drunken nights“ und „whiskey in the jar“ langsam die welt, die langsam wieder farbig wird.

    liebe rockettes, ich wünsche euch ein vinylreiches weihnachtsfest

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