4. Buebe gö iz‘ Theater

Wer den Dokumentarfilm „Buebe gö z’Tanz“ gesehen hat, weiss, wie es herauskommt, wenn die Kummerbuben die Bühne des Berner Stadttheaters betreten: berauschend gut. Ab dem 6. Dezember spielt die Band in „Krabat„, dem diesjährigen Weihnachtsmärchen, Müllersbuben, Krähen, den Tod – und natürlich Musik.

Wie schön. Auf meine alten Tage hin finde auch ich noch den Zugang zu „Krabat“, diesem einzigen Buch von Otfried Preussler, das mich als Kind nie reizte. Die Vorstellung von Magie, dreckigen Buben und östlicher Düsterheit heimelte mich einfach nicht an, im Gegensatz zu den Hauptprobebildern, die die Kummerbuben am Wochenende auf Facebook veröffentlichten. Es sind erste Eindrücke von dem Stück der freien Theatergruppe Vor Ort (Regie: „Wilder-Daniel-Räber“ Jonathan Loosli), und sie versprechen ein zauberhaftes Theatererlebnis.

Krabatbuben

Der Soundtrack zum Stück ist bereits erhältlich. Es ist das fünfte Album der Kummerbuben und klingt auch unverkennbar nach ihnen. Es ist also nicht, wie der Kontext vermuten lassen könnte, eine Kinder-CD (auch wenn die Berndeutsche Parodie von „Gangnam Style“ namens „Aute Gang Mau Hei“ der Generation Z besonders gut gefallen dürfte). Die Berner Band hat viel mehr ihre Sicht auf die Geschichte vertont und dadurch keine musikalische „Krabat“-Nacherzählung, sondern ein gewohnt gehaltvolles, kratzfolkrockiges Supplement zum Stück geschaffen.

KUMMERBUBEN: „KRABAT“, out (Erhältlich bei www.sergeandpeppers.ch, an der Billettkasse von Konzert Theater Bern oder im Berner Chinderbuechlade)

VORSTELLUNGEN: 06.12. Premiere, alle weiteren Daten hier.

(Bilder: Facebook/Krähe: Oliver Kreuter)

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