A beast of a reader

Ich habe an Silvester nicht Party gemacht, sondern alle Bücher, die ich 2018 endlich lesen möchte, aufeinander gestapelt. Vielleicht wirds 2019, denn David Bowies Sohn, Regisseur Duncan Jones, hat zwischenzeitlich einen Buchklub gegründet – und ich MUSS da mitmachen.

Gelesen werden die 100 Lieblingsbücher seines verstorbenen Vaters. Diese Liste ist nicht neu, Bowie persönlich hat sie bereits 2013 veröffentlicht. Sie wird aber auch niemals aus der Mode kommen, denn der Musiker (laut seinem Sohn a beast of a reader) hatte eine Vorliebe für zeitlose Literatur, darunter Romane, Comics, Gedichte oder Biografien. Auch Bücher über Musik hat David Bowie verschlungen, „Nowhere To Run The Story Of Soul Music“ von Gerri Hirshey, „The Sound Of The City: The Rise Of Rock And Roll“ von Charlie Gillete, „Sweet Soul Music: Rhythm And Blues And The Southern Dream Of Freedom“ von Peter Guralnick oder „Awopbopaloobop Alopbamboom: The Golden Age of Rock“ von Nik Cohn usw.

Buchklub-Lektüre Nummer 1, wie Duncan Jones via Twitter verkündete: „Hawksmoor“ von Peter Ackroyd (meines Wissens nicht auf Deutsch erhältlich). Der Mystery-Roman erzählt die Geschichten von Nicholas Dyer, der im 18. Jahrhundert buchstäblich über Leichen ging, um sieben Kirchen zu erbauen, und von Detektiv Nicholas Hawksmoor, der sich in den 1980er Jahren mit Morden auseinandersetzt, die in ebendiesen Kirchen verübt worden sind. Es sei ein lockerer Einstieg bevor man zum heavy stuff übergehen werde, so Jones. Zeit zum Lesen und über das Buch diskutieren (vermutlich auch via Twitter, etwas anderes habe ich nicht herausgefunden) bleibt bis Ende Januar, dann wird die nächste Lektüre bekanntgegeben.

Morgen vor zwei Jahren, am 10. Januar 2016, ist David Bowie gestorben. Wie sich die Welt seither dreht, ist mir ein Rätsel.

(Bild: geklaut)

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