Ä Funkä isch i Brand gsetzt wordä vo Criga et ZRA

Äs isch ä so: Eysä Dialäkt isch fir Ussäschtehändi nid unbedingt verschtändlich. Aber wäisch, dui chaisch jetzä än guäti CD losä und eys Nidwaudner probiärä z’verschtah, nämmlich dank Criga et ZRA.

Christian Berlinger, das ist der „Criga“, ist ein Nidwaldner MC, der mehr wollte. Da kamen et ZRA (Ausgesprochen: et cetera) ins Spiel: Aus der Nidwaldner Band Wease formierte sich die Band Criga et ZRA. Der Gitarrero Don Pepe, ebenfalls Gitarrero Bani Jackson, der Bassist Døma und der Trommler – pardon, Schlagzeuger mein ich natürlich – Stef, bilden nun das „et ZRA“ rund um Criga. Ein Schritt, der besser nicht sein konnte: Mit einer Band gibt es nun mal mehr Möglichkeiten, es öffnen sich Welten.

Und diese Welten werden erkundet. Criga et ZRA spielen eine Mischung aus Rap, Reggae, Funk und Blues – eingebettet in Nidwaldner Mundart. Vor allem für „Nicht-Hiäsigi“, also Leute, die nicht von Nidwalden kommen, ist das eine sehr angenehme Chance, dem Dialekt näherzukommen. Die fünf Musiker veröffentlichten ihre erste gemeinsame CD „Ä Funkä zums i Brand setzä“. Tatsächlich haben Criga et ZRA mit ihrem Album bereits etwas in Brand gesetzt: Sie sind aktuell auf Platz 27 der Schweizer Album Charts zu finden.

Wollen wir das Album in eine Genre-Schublade stecken? Nein, das wollen wir nicht. Die Songs mischen Rap, Raggae, Funk und Blues. Die Vorbilder der Saitenliebhaber waren wohl Grossmenschen wie Jimi Hendrix oder Santana. Melodiöse Gitarrenklänge und leichte Beats unterstreichen den Aufbau der Songs, deren Refrains gängig ins Ohr gehen. Auch klassische Funk-Beats sind zu finden. So ist für jeden etwas dabei, die Abwechslung ist wohlig.

Die beiden Auskopplungen „Näbumeer“ und „Under Strom“ mit ihren poppige Refrains, die zum Mitsingen animieren, lassen den Körper besonders umherwippen. Durchdrehen und Circle Pits sind wohl eher unangebracht, aber hey, diänd eych käi Zwang ah.  Wer am nächsten Samstag in der Nähe von Nidwalden ist, sollte unbedingt bei der Plattentaufe der Jungs reinschauen. Diese findet im Senkel in Stans statt. Und dazu hat Criga ein Schlusswörtli: Äs wär eys än Ehr wenn dui mid eys dä Momänt wursch feyrä. Übersetzt heisst das: Es wäre uns eine Ehre, wenn du mit uns diesen Moment feiern würdest.

Und danach dreht und dreht und dreht sich die Discokugel im Senkel…

Bei Unklarheiten zum Dialekt lesen Sie die Packungsbeilage oder fragen Sie Ihren Nidwaldner vor Ort (mich).

CRIGA ET ZRA: „Ä Funkä zums i Brand setzä“ / PLATTENTAUFE: 05.10., Senkel, Stans.

 

GUESTLIST: Aline Hug, Nidwaldnerin in Bern, geht stets all in – das passt zum Namen wie ein Stempel auf die Stirn. Die Helden: Lemmy Kilmister, Jimi Hendrix, Jim Morrison. Mag: Konzerte, CDs, unangebrachten Humor, viel Metal. Und viel Nicht-Metal. Und so.

 

 

(Bild: zvg)

 

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