Barbarie, Biel-Bienne

Das Festival (01.-03.07.2016)

„Kikerikiiiii!“ Das war jahrelang der letzte Schrei des Braderie-Gockels, bevor er an der alternativen Barbarie auf dem jährlich wechselnden Logo fantasievoll gekillt oder sonstwie verspottet wurde (in Ketten gelegt, zu Suppe verarbeitet oder als Mutant dargestellt). Was vor 29 Jahren also als Anti-Braderie und Anti-Kommerz begann – der Hotcha und ein paar Gleichgesinnte veranstalteten damals ein Spontankonzert vor dem Tiff (Tiffany’s, die Bieler wissen schon) – ist mittlerweile ein eigenständiges Festival geworden, das sich nur noch das Datum mit der Braderie teilt. Dem gemeinen Barbariebesucher geht das Bieler Volksfest sowieso am Arsch vorbei. Die Bieler Rocketten jedenfalls werden auch dieses Jahr vom 01.-03. Juli an der Barbarie rumtorkeln. Weil da so geile Bands spielen wie die Genfer The Chikitas. Oder The Monsters. Oder die Schweden Kamchatka. Und unsere ganz persönlichen Lieblinge sind die Freiburger Overdrive Amp Explosion, die dann am Sonntag den neuen Standort auf dem frisch eingeweihten Esplanade Platz in Biel rocken (Ja, wirklich, ROCKEN!). Und das alles gratis. Hell yeah. Wir gackern vor Freude.

Logogewinner 2016: Trini van de Bière (Idee, Entwurf) und Jérôme Konrad (Gestaltung)

Der Chef Das Booking-Team sagt:

Die Barbarie ist einzigartig, weil sie

  • jedes Jahr von neuem den Spagat zwischen Minibudget und geilem Programm schafft.
  • ohne Sponsoring und Subventionen auskommt.
  • zu 100 % selbstfinanziert und zu 0 % gewinnorientiert ist.
  • Jahr für Jahr von zahlreichen Helfern und dem Verein Barbarie getragen wird, welche alle ausnahmslos gratis – resp. für Food & Drinks – arbeiten.
  • offen für alle ist, die ihr Bier gerne bei lautem Sound friedlich unter freiem Himmel geniessen möchten.
  • ein kultureller Gegenpol zur kommerziellen Braderie ist.

 Weil Biel einfach Bienne bleibt.

Steckbrief

Seit: 1986, ab 1987 bis 2015 auf der Barbarie-Wiese beim Gaskessel. Nächstes Jahr wird das 30-Jährige gefeiert.

Chefs: Verein Barbarie, es gibt keine Chefs, jeder ist für seinen Teilbereich verantwortlich (Bar, Booking, Technik, Kommunikation, Administration, etc. etc.)

Teamgrösse: 15

Erste Band ever: Pull My Daisy (= Hotchas damalige Band)

Band mit den meisten Auftritten: Animal Boys, Treekillaz“

Diese Band hat hier gespielt, als noch keiner sie kannte:
Schweizer Bands: Death by Chocolate, Puts Marie
Internationale Bands: Che Sudaka, Amplifier, Verdena, Itchy Poopzkid, Smith & Smart

Schlimmstes Konzert: Es gab ja schon schlimme Konzerte, man will hier aber niemandem auf den Schlipps treten und was backstage abgeht stays in Vegas.

Musikrichtungen: Rock, Alternative, Punk, Stoner Rock, Psych Rock, Blues Rock, Metal, HC, Indie, Reggae, Ska, Electro, etc. etc. etc. etc. (irgend eine Schublade ging bestimmt vergessen).

Wunsch-Acts: Queens of the Stone Age, Mogwai, dEUS

Anzahl Konzerte am Festival: 16

Ausverkauft bei: Freier Eintritt, ca. 2000 – 3000 Personen/Tag, abhängig von Wetter, Live Act und Tag (Samstag ist naturgemäss der bestbesuchte Tag)

Ungeschriebener Dresscode: Barbarie T-Shirts, Band T-Shirts, Caps, Converse, Flip-Flops, ist aber eigentlich alles extrem egal. Come as you are.

Bestes Jahr:  2015: Super Wetter, am Sonntag nach dem letzten Gig war die Bar trocken. Das wird  2016 wohl nicht mehr passieren.

Das wird am meisten getrunken: 1. Bier-Bienne, 2. Bier-Bienne & 3. Bier-Bienne, dann Cuba Libre, Wasser

Wie viele Foodstände: 6 – 8

Übernachtungsmöglichkeiten: Nein

Anzahl WCs: Ca. 12 mobile Toiletten/Pissoirs

Häufigstes medizinisches Problem laut Festivalarzt Barbarie-Team: Sonnenbrand und -stich, Leberschaden, Übernächtigung, Grinskrampf

Dauer Auf- und Abbau des Festivals: Aufbau 4 Tage / Abbau 1 Tag

Privat, Verein oder AG: Verein

Subventionen: Keine

Sperrstunde: FR 2.00 Uhr, SA, 3.00 Uhr, SO 23.00 Uhr

Ticketpreise: Gratis!

Adresse

Neuer Standort ab 2016: Esplanade Platz, zwischen Kongresshaus & Gaskessel/Coupole, Silbergasse, Biel. Die legendäre Barbarie-Wiese ist jetzt leider eine Baugrube und wird momentan überbaut. Aber long live the Esplande Platz, zwar nicht mehr auf einer Wiese, dafür einfacher zu reinigen.

barbarie.ch

facebook: BarbarieBielBienne

 

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