Skol Erik, skol Erik

Leider war es mir Wochen nach unserem Skype-Interview mit dem Frontmann und dem Drummer von Black River Delta nicht mehr möglich, die aufgenommenen Antworten der richtigen Person zuzuordnen. Sie heissen beide Erik, Schwein gehabt.

 

Skol Erik, skol Erik.

 

Erik: Seht ihr mich?

Nein, nur einen von euch.

Erik: Jetzt?

Ah, jaaaaa – wir (Miriam und Nina) sind so erleichtert, dass ihr auch am Trinken seid.

Erik: Es ist Freitag.

Seid ihr daheim?

Erik: Ja, ich habe gerade Tacos gemacht. Und sehr wahrscheinlich brennt jetzt gerade die Tomatensauce an.

Erik: Cheers.

Ganz ehrlich, wir hatten kaum Zeit, das Interview vorzubereiten. Wir machen es spontan, okay? Ihr müsst eigentlich nichts, ausser witzig sein.

Erik: Okay, cheers.

Warum macht ihr die Musik, die ihr macht und nicht Pop oder Klassik?

Erik: Klassik ist uns zu anstrengend. Und wir sind nicht gut genug.

Erik: Wir haben diese Band mit der Idee gegründet, Songs zu schreiben, mit denen man gut rocken kann.

Erik: Stimmt, wir haben in der ersten Probe beschlossen, easy Songs zu schreiben, damit wir beim Spielen betrunken sein können.

Erik: Daran erinnere ich mich. Ich war wohl betrunken.

Klingt ihr denn auch nüchtern gut?

Erik: Also die Alben haben wir nüchtern aufgenommen. Natürlich versuchen wir dasselbe auch live. Ob das besser oder schlechter klingt, kann ich nicht beurteilen.

Gibt es viele Bands bei euch im Norden, die sich musikalisch von den US-Südstaaten inspirieren lassen?

Erik: Nein. Amerikanische Folkmusik wird immer verbreiteter. Delta Blues dagegen gar nicht.

Steht euer schwedisches Publikum denn drauf?

Erik: Das ist unterschiedlich.

Erik: In Schweden gibt es vor allem Popmusik. Unsere Szene ist schon eher klein.

Seid ihr Profimusiker?

Erik: Ich arbeite in einem Musikladen.

Erik: Ich baue Trucks. Und Pontus, unser Gitarrist, arbeitet, wenn er nicht gerade alleine durch Asien tourt, mit behinderten Menschen.

Praktischer Mix.

Erik: Was wir noch brauchen, ist ein Arzt. Ein bassspielender Arzt wäre super – und ein Busfahrer. Dafür sind wir aber leider zu billig, den können wir uns nicht leisten.

Es ist ja nicht so, dass wir einfach zu faul waren, ein ordentliches Interview vorzubereiten. Es ist tatsächlich auch unglaublich schwierig, Infos über euch zu finden. Erzählt uns etwas über euch.

Erik: Ich kenne Erik, seit ich zwei bin, er ist ein Jahr älter. Wir waren zusammen im Kindergarten. Später habe ich mit Pontus angefangen, Musik zu machen. Dann brauchten wir einen Sänger, einen lustigen, wir haben wirklich viele ausprobiert und dachten immer wieder, fuck, wir brauchen jemanden Lustiges, der gerne trinkt, mit dem man Spass haben kann. Ich hatte längst an Erik gedacht, doch ich wusste nicht, ob er das will, da er zu dem Zeitpunkt in Stockholm lebte und wir in Malmö.

Erik: Ja, in Schweden ist alles so fucking weit voneinander entfernt. Nichtsdestotrotz haben wir uns zusammengetan und an einem einzigen Wochenende eine EP aufgenommen – und nie veröffentlicht. Das war 2014, glaub ich.

Erik. Inzwischen leben wir alle näher beieinander. Und wir haben einen Übungsraum in Malmö und einen in Göteborg, es ist also alles easier.

Am 15. April spielt ihr das erste von vier Schweizer Konzerten. Können wir euch im Hinblick darauf als Entschädigung für dieses schlampige Interview irgendetwas Gutes tun?

Erik: Ihr könnt Leute organisieren.

 

*** Die Kampagne ist in den Startlöchern – und wir können noch viel mehr. Für das Konzert vom 28.04. im Sommercasino Basel verlosen wir hier 2×2 Tickets. Zusätzlich gibt es ein Geschenk von Black River Delta persönlich zu gewinnen. Eine Überraschung. ***

 

BLACK RIVER DELTA: „VOL. II“, out (Radicalis)

LIVE: 15.04. Rössli, Bern, 28., 26.04. Coq d’Or, Olten, 27.04. KAFF, Frauenfeld, 28.04. Sommercasino, Basel.

(Bilder: Facebook / Rockette)

 

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