THIS is Blaze Foley

Who’s Blaze Foley? Diese simple Frage hat Schauspieler, Autor und Regisseur Ethan Hawke dazu bewegt, einen Film über den 1989 verstorbenen Country-Folk-Musiker zu drehen, der grossartige, zeitlose Songs schrieb, und es dennoch nie schaffte, ein Star zu werden. 

„Blaze“ ist ein Film, ein Biopic, oder vielleicht mehr noch: ein Konzert. Zu hören gibt es hauptsächlich Songs von Blaze Foley, einem Weggefährten von weit bekannteren Singer-Songwritern wie Townes Van Zandt oder Calvin Russel (er ist uns im Zusammenhang mit The Beauty of Gemina schon mal begegnet). Songs, die ganz tief unter die Haut gehen und die breite Masse nie erreicht haben.

Blaze Foley lebte von 1949 bis 1989, er litt an Alkohol- und Drogenproblemen, was Ethan Hawke in einer beelendenden Szene zu Beginn des Films mit aller Heftigkeit deponiert. Allerdings nicht, weil es in seinem Filmporträt um diese Abgründe gehen soll, sondern, um jene Gemüter zu beruhigen, die sonst bis nach der ersten Filmhälfte glauben würden, „Blaze“ sei eine Liebesschnulze. Denn vorerst dreht sich alles um das schöne, einfache Leben von Foley und seiner Ehefrau Sybil Rosen in einer Art Baumhaus. Er der Musiker, sie die Muse. Erst später zeigt sich, dass Foleys liebende, gutmütige Art in einem stetigen Kampf mit einer dunklen, selbstzerstörerischen Seite stehen.

Grundlage für den Film ist übrigens das 2008 erschiene Buch „Living in the Woods in a Tree: Remembering Blaze Foley“, in dem sich Foleys Witwe  an ihre Liebe zurückerinnert. Die Idee, die Story zu verfilmen entstand aber unabhängig von der Biografie. Und zwar, als der amerikanische Musiker und Foley-Verehrer Ben Dickey seinem langjährigen Freund Ethan Hawke von dem längst verstorbenen Künstler erzählte. Und Hawke, wie so viele, fragen musste: who’s Blaze Foley? Dickey spielte ihm die Musik, erzählte, was er wusste, und Hawke, der Biopics über ohnehin schon extrem bekannte Stars unsinnig findet, wollte die berührende Geschichte des grossen, unbekannten Blaze mit aller Welt teilen.

Und warum ist „Blaze“ mehr Herzensprojekt als Hollywood-Produktion? Weil Ethan Hawke der Meinung war, dass ein Film über Musiker nicht von Filmstars, sondern von Musikern gespielt werden und gerade Folkmusik ganz einfach real sein müsse. Blaze Foley, das war für ihn klar, musste sowieso von Ben Dickey gespielt werden. Seinem Freund, der zu diesem Zeitpunkt notabene Null Schauspielerfahrungen hatte – und in dieser Rolle nun nichts als glänzt und begeistert. Mit Bob-Dylan-Gitarrist Charlie Sexton (in der Rolle von Townes Van Zandt) und dem schauspielernden Countrysänger Kris Kristofferson (Blazes Vater) sind weitere Musiker am Werk, die den Film zu einem Wunderwerk für Musikfans und Freunde unaufgeregt erzählter Lebensgeschichten machen.

FILMSTART: 18. Oktober

(Bild: Facebook)

 

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