Bookette No. 5: „White Tears“ von Hari Kunzru

Für das Titelbild haben wir in Skijacke posiert, nicht, um euch in die Irre zu führen („White Tears“ spielt in den Südstaaten der USA), sondern weil uns kalt war. Bis wir mit der Lektüre begannen.

Seite 14: Zu der Zeit hatte ich strikte Regeln, was meinen Musikgeschmack betraf.

Seite 38: Wann habe ich den Bezug zur Zukunft verloren?

Das sind die Sätze, die ich fängs unterstrichen habe. Weil ich sie mag. Weiter als Seite 39 bin ich aber bei „White Tears“ noch nicht gekommen, was nichts mit der Qualität der Lektüre zu tun hat, sondern damit, dass ich noch grad am rapkochen bin. Tatsächlich wissen wir ja jeweils nicht, wie sich die von uns willkürlich ausgewählten Bücher für Bookette gebaren. Das hier scheint eine weitere Perle zu sein, und das ist gut, nach „Musik!“ von Roger Willemsen, das auf ewig ein Schatz in der Rockette-Bibliothek bleiben wird, hatten wir ein wenig Angst, dass es selbst für Schriftsteller wie Hari Kunzu schwierig wird. Doch auf dem Umschlag hat sich die NEW YORK TIMES geäussert („Hari Kunzru ist ein begnadeter Geschichtenerzähler“), und da wir a) glauben, was die NY Times schreibt und b) auf Geschichtenerzähler abfahren, sind wir, nun ja, guter Hoffnung. Und ihr wisst ja: Unser Buchclub (Bookette No. 5 am 27. März im Rockette-Büro in Bern) ist für alle offen, selbst für jene, die es nur bis Seite 39 geschafft haben.

Ihr könnt „White Tears“ in unserer neuen Rock’n’Roll-Buchhandlung BOOKETTE bestellen.

– Gebunden auf Deutsch: 33 Franken (+ Versandkosten oder gegen Abholung)
– Taschenbuch auf Englisch: 18.50 Franken (+ Versandkosten oder gegen Abholung)

Bestellungen bitte per Mail an mail@rockette.space

Das meint übrigens der Verlag dazu, bald wissen wir, ob an dem Blabla etwas dran ist:

„Seth und Carter sind Musikproduzenten in New York. Tagtäglich streift Seth auf der Suche nach neuen Tönen durch die Stadt. Dabei nimmt er am Washington Square Park zufällig eine unbekannte Stimme auf, die für wenige Augenblicke einen Blues-Song intoniert. Im Studio säubert er die Tonspur der Aufnahme und sampelt sie mit anderen Tonfragmenten. Aus Spass schreibt Carter das Stück dem fiktiven Interpreten Charlie Shaw zu und stellt es mit dem Hinweis, die Aufnahme stamme aus dem Jahr 1928, ins Netz. Unter Sammlern alter Bluesplatten wird der Song im Nu zu einer viralen Sensation. Doch dann werden Carter und Seth von einem Mann kontaktiert, der behauptet, Charlie Shaw habe tatsächlich gelebt, und kurze Zeit später wird Carter von Unbekannten auf offener Strasse angegriffen und schwer verletzt. Während er im Koma liegt, macht sich Seth zusammen mit Carters Schwester Leonie auf den Weg in den tiefen Süden der USA, um dort dem Geheimnis des vermeintlich fiktiven Songs auf die Spur zu kommen. Es wird eine Reise in die Vergangenheit, wo der Tod allgegenwärtig ist …“

(Bild: Rockette)

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