CLIP UND KLAR: Kriminell gut

Seit langem habe ich mal wieder eine Serie zu Ende geschaut: Und zwar „Der Specht“, einen Video-Vierteiler der Burgdorfer Band Groombridge. Story, Sound, absolut empfehlenswert!

In Teil 1 von 4, „the alchemist“, treffen sich die fünf Bandmitglieder, im, was ist das, 19. Jahrhundert in einem abgelegenen Haus im Emmental. Denk ich zumindest, ich komm ja von da, und es könnte von der Umgebung her passen. Ein Alchimist braut also irgendwas zusammen. Später nimmt er mit drei anderen an einer hitzigen Debatte teil, während der Boss erst zum Fenster hinausschaut und dann in die Runde starrt. Hier wird ein Plan ausgeheckt.

Teil 2, „the executor“, klärt auf: Es geht um einen Koffer, der geraubmordet werden muss. Mich nimmt in dem Moment noch weniger Wunder, was da drin ist. Viel mehr interessiert mich, ob diese Band aus mindestens zwei Brüderpaaren besteht. Der Testamentvollstrecker und der Chemiker, könnte schon sein, dass die vom gleichen Schlag sind, der Haarfarbe nach. Und auch zwei andere, der Boss und dieser eine aus der Bande haben das gleiche Gsün.

Und ja, das ist es jetzt eben, was mich in Teil 3 verwirrt. Ist „the gambler“ nun der Boss oder dieser Typ aus der Bande? Ich spule vor und zurück, dabei sollte ich gescheiter erst mal die Namen meiner Bürogspändli lernen. Nach vier Jahren. Denn in diesem Clip spielt die Gesichtserkennung eine viel weniger grosse Rolle als der Humor, die Liebe zum schönen Bild, all den Details. Und ginge es in „CLIP UND KLAR“ primär um die Musik und nicht um das Video, dann würd ich jetzt ganz fett unterstreichen, dass man unbedingt genau hinhören sollte. Bild und Sound zusammen lösen etwas aus, das sehr nahe an das Flash rankommt, das ich letzte Woche im Kino bei „Baby Driver“ hatte.

In Teil 4, „the boxer“, der grosse Showdown. Handlungsmässig kann ich nicht ganz alles nachvollziehen. Aber ich will nicht grübeln, denn die Mission, den Zuschauer von A bis Z bei Laune zu halten, wird in diesem grossartigen Musikfilmchen mehr als erfüllt. Mehr will ich nicht verraten. Vielleicht nur, dass es dieser Band nicht um Geld geht. Sondern um Kunst.

CREDITS:
Camera, Cut, Edit, ColorGrade: groombridge (www.silenceissecret.com)
Part 1: Camera & Co Producer: Dino Zizzari / 10mm films
Part 4: Co-Camera: Dominik Wyler / Micha Rindlisbacher

 

⭐⭐⭐⭐

GROOMBRIDGE: „SPECHT“, out (Wie gut es ist, könnt ihr hier nachlesen)

(Bild: zvg)

Tags:

Schreibe einen Kommentar