CLIP UND KLAR: Ooh, he’s a little runaway

Yay! Wir haben eine neue Rubrik! In CLIP UND KLAR* sezieren wir ab sofort Musikvideos, in denen schöne Männer vorkommen die uns gefallen, irritieren oder sonstwie zu Tränen rühren. Premiere feiern wir mit „Runaway“ von unseren Lieblingsindierockern Manolo Panic.

Die Zürcher bewegen sich im Filmbusiness ja mit grosser Ernsthaftigkeit. Ihre Clips haben einen Vorspann, mit Band- und Songtitel und so. Auch „Runaway“, und dann folgt hollywoodlike ein Intro à la  „The Revenant„! Aber es ist Ramon von Manolo Panic, ein Naturbursche, und das Ganze spielt in der Agglo von schätzungsweise Eglisau! Und dann kommt auch noch „Nell“ hinter den Bäumen hervor! Vielleicht ist es auch die Queen of the stone age. Jedenfalls rennt dann Leo Ramon away. Durch den Wald, über Felder, durch den Schlamm. Er greift sich immer wieder dramatisch in die Haare, weil er so verzweifelt ist, weil wo immer er anhält, ist die Vogelscheuche schon da!

Und dann das: Die Profifilmer lassen den Clip und Leo ab Hälfte Song einfach wieder retourlaufen. Hm. Stolpern, Schlamm, Bartwäsche im Flüsschen. Hatten wir doch alles schon! Immerhin erscheint am Schluss noch ein Hund. Ach, was sagen wir: Ein mystisches Tier! Das erfahren wir (jetzt wieder profimässig:) im Abspann. „In memory of Yara“, steht da.

Ein versöhnliches The End, ja, weil es ist wirklich ein ganz schönes Tier und man hat ja dann auch ein bisschen ein schlechtes Gewissen, wegen dem „in memory“ und so.

Wie es sich gehört, verteilen wir in „Clip und klar“ Sterne. Manolo Panic schneidet wegen mässiger Handlung nicht so gut ab. Wir lieben sie trotzdem. Moll.

⭐⭐★★★

(KONZERTE MANOLO PANIC: 29.07., Mutterschiff Open Air, Zürich; 26.08., Rampe Openair, Hausen am Albis)

*Good news: Wir benehmen uns und nennen sie nicht „Cliptoris“.

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