CLIP UND KLAR: Mehr Matchenko geht nicht

Sein Gewissen habe eine kurze Peitsche, sagt Matchenko. Nach 30 Jahren des Vorsichherschiebens veröffentlicht der Sänger und Gitarrist von Death by Chocolate nun aber doch noch seine erste Solo-Single „Mammadou“. Und ein Video, das aus Fragmenten seines Lebens besteht – und auch nur in Fragmenten besprochen werden kann.

Der Einstieg zeigt ein Schattenbild: Von Matchenko auf seinem neuen Töff. Er hat ihn sich diesen Sommer kurz nach bestandener Prüfung gekauft. * Dann ein Abtaucher in ein Aquarium und Bandfreund Schläppis Bizeps – ein kleines bisschen Härte vor der Offenlegung des weichen Kerns. Matchenko liebt nämlich Tiere. Verspielte Bauernhofkätzchen und vielleicht ein bisschen mehr noch: Hunde. * Matchenko liebt auch Rolf Hermann, den Bieler Schriftsteller aus dem Wallis. Von den beiden existiert übrigens ein Foto, auf dem sie sich an ihrem Kennenlernabend Brot in die Nase gestopft haben. Oder in die Ohren? Jedenfalls: Hermann hat den Komiker in Matchenko auf Anhieb erkannt und auf die Bühne gebracht (heute Abend: Trio Chäslädeli). So ist das eine Sache. * Matchenko lacht mit seinem Grosi, wie er nur lacht, wenn etwas wirklich wirklich lustig ist. Und schwenkt dann auf Ray Wilko und dessen legendären Resu-Move. * Jetzt stellt Matchenko seine Band vor. Es ist der Gitarrist Michel Spahr, der unter anderem auch mit James Gruntz spielt. * Das Herz des ganzen Clips: Der Versuch eines Fotografen, ein Bild von Death by Chocolate zu schiessen. Gitarrist Schläppi habe sicher 50 Mal niesen müssen, so Matchenko, der noch heute „fast verreckt vor Lachen“, wenn er an diesen Moment am Mutterschiff Openair 2018 zurückdenkt. * (Wahrscheinlich) Matchenkos Fuss wird tätowiert – wie dieses Jahr auch ganz exzessiv seine Arme. Er hat inzwischen einen Tätowier-Rhythmus von 14 Tagen. * Erinnerungen an das Gurtenfestival 2018? Möglich oder auch nicht möglich. * Auf dem aufgeblasenen Einhorn: Matchenkos Manager * Mehr Erinnerungen ans Gurtenfestival 2018 * „Giele, i säge Giele“ * Und jetzt noch Tourismus, noch mehr Freunde, Ente, Plattenspieler, und weil er so schön ist, Schläppis Bizeps, bevor Schläppi und Eaglewow-Schlagzeuger Tom Züttel (der hier sehr wahrscheinlich als Drummer von Matchenkos Partyband The Fabulous Gipsy Dicks mit von der Partie ist) aus einem vollgefurzten Zelt taumeln… und so weiter und so fort.

Und warum ist dieses Video jetzt mehr als ein Zusammenschnitt von „Handyaufnahmen, von denen man das Gefühl hat, niemand würde sie je wieder sehen oder brauchen“, wie Matchenko selber sagt? Weil es gekoppelt mit dem Song genau das zeigt, was Mäthu Schenk als Mensch ausmacht: Freundschaften, Spass sowie seine Liebe für Musik und die kleinen, schönen Momente im Leben.

VIDEO-CREDIT: Matchenko alone.

MATCHENKO: „Mammadou“, out.
Die EP „Asleep“ erscheint am 22. Februar 2019 (oh, homesick. Records)

(Bild: EP-Cover)

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