Ich fühle – (noch) nichts

Wenn die Grippe alle Emotionen killt oder: Wir ertrinken in durchschnittlichen Releases. Hoffnung besteht.

(Rickie Lee Jones. Sie untermalte streckenweise das Drama in Jeanette Wintersons „Wintermärchen“, einer Shakespeare-Nacherzählung, sehr zu empfehlen. Nein, das hat nichts mit nachfolgendem Text zu tun)

Kann sein, dass es daran liegt, dass ich grippehalber alles gesehen habe, was es bei Olympia zu sehen gibt. Plus ca. 500 Folgen von „Arrested Development“. Kann sein, dass mich das, mit all den Medis, die ich nebenbei teste, so zugedröhnt und abgestumpft hat, dass ich nichts mehr fühle. Denn so geht es mir zurzeit, obwohl tonnenweise neue Sachen herauskommen. Sie lassen mich irgendwie kalt. Und das, glaubt mir, ist fast schlimmer als die Grippe.

An zwei, drei Alben blieb ich trotzdem hängen. Vielleicht hör ich mir sie ja dann noch mal an. Wenn Pyeongchang durch ist.

  • Erin Austin von OK SEETHEART ist auf einer Weihnachtsbaumfarm in der Nähe von New York aufgewachsen. Ausserdem hat sie die gleiche Kitchen Aid wie ich und vielleicht die gleiche Unart, immer viel zu viel zu backen. Ihr Sound: Rastlos, verspielt und lieblich. Ganz schön auch: „In Another Direction„. Ich finde, ihre Stimme bewegt sich hart an der Grenze zum richtig, richtig Nervigwerden, dieser mädchenhafte Kindergärtnerinnenton ist einfach nicht so mein Geschmack. Aus Erfahrung sind dann aber genau diese Stimmen an Konzerten die, die einen gefangen nehmen. Das funktioniert nur in kleinen Räumen.
    Konzerte: 27.2., Ark Guitars in Wetzikon und 28.2. im Union, Basel
    OK SWEETHART: „FAR AWAY“ (out)
  • Über Sandor hatten wir uns ja schon mal ausgelassen, wenn vielleicht auch mit zu viel Wein.
    Jetzt hat die Genferin eine EP herausgegeben. „Sandor chante Lhasa“. Uh schön, also ganz bestimmt etwas, das ich mir bei guter Laune noch einmal anhöre.

    03.03., Avalanches Festival, Salvan; 23.03., M4Music, Zürich.
  • Nebst dem coolen Namen sind Scenic Route to Alaska Stimmungsmacher. „Tough Luck“, das Album des kanadischen „Prärie-Indie Trio“ (Pressetext, hihi) erscheint am 9. März. Yeah.
  • Ohne Worte: Imarhans Album „Temet“ erscheint diesen Freitag. Pressetext: „New Wave Of Tuareg Music“. I kind of like (das waren jetzt doch Worte).
  • Und das? Ernsthaft, keine Ahnung, warum das hier gelandet ist. Dachte wohl, live wäre das was. Kann man prüfen am 16.04., Portier in Winterthur.

(Bild: Albumcover Scenic Route to Alaska)

 

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