Endlich weiss ich, who das war

Ich kaufe Platten nicht, weil sie von einem Gründungsmitglied von The Who sind. Ich kaufe Platten, wenn der Interpret vorne auf dem Cover von vorne und hinten auf dem Cover von hinten zu sehen ist. Soviel zu Teil 3 meiner Serie namens „Aufgrund von Äusserlichkeiten gekaufte LPs“.

Und weil ich vor einigen Wochen in der Brocki eben mal wieder nur auf die Gestaltung geachtet hatte und nicht darauf, welcher Name auf der Hülle stand, fand ich nicht heraus, welche Scheibe ich beim Ausladen aufs Autodach gelegt, vergessen und auf dem Weg zum Mobility-Parkplatz verloren hatte. Ich bin spätnachts mit dem Velo die ganze Strecke abgefahren, habe Freundinnen, die am Weg wohnen, ermahnt, auf eine möglicherweise überfahrene LP zu achten, und ich habe wie blöd gegoogelt, „singer curly hair front back vinyl“ – doch das Fundstück blieb verloren.

Bis ich am Wochenende auf meinem Handy zufällig dieses Foto fand:

Kind, Daltrey.

Daltrey, Daltrey, Daltrey, mehr brauch ich doch nicht als Anhaltspunkt, Roger Daltrey – passt ja irgendwie ganz gut, dass der bei The Who ist (was mir viele von euch sicher sofort hätten sagen können, jaa jaa). Und „Daltrey“ heisst auch dieses Album von 1973, sein erstes Soloalbum, das grossartige Songs enthält wie „One Man Band“ oder „Giving it all away„. Und jetzt kommts: Beide Songs waren auch auf der Platte von Leo Sayer, die ich seinerzeit ebenfalls aufgrund optischer Kriterien gekauft hatte. Krasser Zufall. Sayer hat die Nummern zusammen mit David Courtney geschrieben, für Roger Daltrey. Und er hat sie auch mit Daltrey gesungen, einmal auf einem Stück weisse Treppe:

Und so hab ich mal wieder ganz ungezwungen ein wichtiges Stück Musikgeschichte kennengelernt. Und erkannt, dass ich besonders stark auf Engländer, Locken und den Look der 70er Jahre reagiere. Was sich musikalisch gesehen echt lohnt.

Das schönste Plattencover ever!

 

ROGER DALTREY: „DALTREY, out 1973

(Bilder: Internet/privat)

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