Die Erlösung für das arme Zechäli

Bis zur Monolordigkeit, und noch viiiiiel weiter: Ein Fangirl-Moment wird festgehalten.

Vor kurzem war wiedermal das Up In Smoke Festival im Z7 in Pratteln. Drei Tage lang geilster Stoner Rock, Doom, Sludge. Ich bin ein grosser Fan. Vom Festival wie auch von der Musik (logisch). Es war einmal ein Festival, über das ich nicht schreiben, sondern es einfach wiedermal geniessen wollte. Eigentlich schliesst das eine das andere nicht aus. Dennoch ist es ein anderes Zuhören, wenn danach ein Text folgen muss.

Nun möchte ich trotzdem kurz was über das Festival schreiben. Es war nämlich so: Das Line Up sah wieder einmal prääääächtig aus! Absolut killergeil! Stoned Jesus, Monolord, Greenleaf, Lowrider, Elephant Tree und noch viele mehr. Da fang ich schon fast an zu sabbern, so geil sind die. Wer Zeit und Lust hat, zieht sich diese Perlen schön laut rein. Vor allem „I’m the Mountain“ von Stoned Jesus und „Let it Out“ von Greenleaf sind empfehlenswert. Und dann eben noch Monolord. Und alle anderen. Ach, hört doch was ihr wollt, ihr werdet nicht enttäuscht.

Jetzt aber zu dem, worum es eigentlich geht: Als ich sah, dass Monolord spielten, war ich natürlich total aus dem Häuschen. Vor ein paar Jahren stand ich in Stockholm in einem CD-Laden. Ich habe ein bissl mit dem CD-Laden-Menschen gequasselt und arbeitete mich dann durch die Regale, total vertieft und gwundrig, so wie das halt ist, oder. Der Typ verschwand und liess ein neues Stück laufen, das durch die Boxen in meine Öhrli drang. Hab das natürlich registriert, aber unbeirrt weitergeguckt. Und dann, nach einem Aufbau von knapp eineinhalb Minuten haute das Stück plötzlich so dermassen rein, dass ich nur noch mit offenem Mund da stand und sagte: „WER IIIIST DAS??!! ICH BRAUCH DIESE CD!“. Der Typ stand da, grinsend, streckte mir die grüne CD von Monolord hin. „Ich wusste, dass dir das gefallen würde“, meinte er, und YES, er hatte verdammt recht. Seither haben mir Monolord echt den Ärmel reingezogen. Die grüne CD heisst „Empress Rising“, das Luke-Offen-Stück genauso.

So, jetzt aber wirklich: Am Up In Smoke spielten Monolord, die zudem grad vor Kurzem eine neue, sehr geile Platte veröffentlichten. Die schaffen es auf (egal welcher) CD wie auch live, dass der Aufbau in jedem Stück dermassen in den Fingerspitzen kitzelt, dass wenn dann endlich die verzerrte Stromgitarre losdrückt, der Sänger zu singen beginnt und die Drums draufhauen, so langsam und rollend und doch so wuchtig, dass man dann nur noch da steht und „AHHHHHHHHH!!!!!! GEEEEEEEEEEIIIIIIIIIIILLLLLLLL!!!!!“ sagt, während der Kopf ebenso langsam und energisch im Takt mitgeht. So war es bei mir, während des ganzen Konzerts.

Als sie dann ENDLICH „Empress Rising“ spielten, war ich so angespannt vor Freude, dass es passierte: Währen des eineinhalbminütigen Aufbaus bekam ich doch tatsächlich einen Krampf im kleinen Zeh. Huärä Siäch. Stellt euch mal vor, wie geil das war. Wenn ihr so gespannt auf die heilige Erlösung wartet, dass sogar das arme Zechäli demonstriert. Die Befreiung drückte nach den eineinhalb Minuten schön ins Gesicht. Läck, isch das geil gsi!

Wollt ich nur mal so sagen.

GUESTLIST: Aline Hug, Nidwaldnerin in Bern, geht stets all in – das passt zum Namen wie ein Stempel auf die Stirn. Die Helden: Lemmy Kilmister, Jimi Hendrix, Jim Morrison. Mag: Konzerte, CDs, unangebrachten Humor, viel Metal. Und viel Nicht-Metal. Und so.

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