Du willst dich entspannen? Geh zu Eagle Eye Cherry

Eagle Eye Cherry war vor nicht allzu langer Zeit in Nashville. Wir sind froh darüber. Und chillen weiter. 

Zuerst muss ich ja noch was ganz anderes loswerden. Im Sinne von: loswerden. Hiermit übergebe ich euch das neuste Video von Youssou N’Dour – macht damit was ihr wollt. In meinem Haus gibt es eben keinen Aufzug, in dem ich „Habib Faye“ abspielen könnte, ich meine: So klingt Liftmusik, oder (am 12. April kommt dann das ganze Album „History“ heraus)?

Am 12. April passiert noch ganz anderes. Zum Beispiel Eagle Eye. Die Melodien seiner Songs vermitteln ja seit jeher folgendes: Keine Sorge. Alles wird gut. Everything will be okay. Textlich geht es dann immer noch eher darum, den Moment zu geniessen. Save tonight.

Der Schwede hat in einem Interview gesagt, der Song sei gut gealtert. Mehr kann ein Musiker sich wohl nicht wünschen. Und schon damals, im letzten Jahrtausend, erging es einem ja so wie in diesem Lied: In einen Eagle-Eye-Cherry-Song verliebt man sich nicht sofort. Es ist mehr ein gemächliches Fallen in ein wohliges Etwas. Und noch etwas darüber hinaus. Und ein bisschen weiter. Nur keinen Stress.

Das hat sich nicht geändert. Im Rahmen seines neuen Albums „Streets of You“ tourt Eagle Eye Cherry jetzt durch Europa. Es ist ein bisschen blöd, aber der Titel gebende Song ist auch der beste, wobei, ist ja egal, hört ihr euch das halt auf Spotify an. Oder in Endlosschleife. Jedenfalls: Das Album entstand nach einer sehr langen Pause, die sich Eagle Eye nach dem Überhit „Save Tonight“ von 1998 gegönnt hat. Wir kennen die näheren Umstände nicht, aber anscheinend soll er bei einem Zwischenstopp in Nashville beschlossen haben, zur Musik zurückzukehren. Und jetzt klingt er, als ob er sich die eine oder andere Folge „Nashville“ zu oft angeschaut habe. Ein, zwei Stücke gehören auch in die Sparte belanglose Poplieder, aber das spielt keine Rolle, und überhaupt ist das ja auch gar keine Albumbesprechung, sondern eine Aufforderung, an sein einziges Schweizer Konzert zu gehen. Weil: Mit niemandem kann man dieser Tage so schön chillen wie mit Eagle Eye Cherry. Mit niemandem.

Entspannter wäre wohl nur ein Nachmittag im Nirgendwo in Schweden, wo Eagle Eye Cherry mit seinen Geschwistern sich manchmal im Haus, in dem sie aufgewachsen sind, trifft. Dann, das sagte Eagle Eye letzthin in einem Interview, würden sie die Plattensammlung ihrer verstorbenen Eltern hegen und pflegen und hätten es schön miteinander.

Eagle Eye hat ja die coolste Schwester von allen: Neneh.

 

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Appreciation post to the greatest sister in the world ❤️

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Und ihr ahnt es, jetzt sind wir halt noch einmal schnell bei Youssou N’Dour und einem der schönsten Songs der Nullerjahre. Enjoy.

Konzert: 12. April, Plaza, Zürich

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