Ein Dachs, ein Bela B, ein Hund und so: Was wir gerade so lesen

Wir sind immer noch ganz verstört, weil wir Bela Bs Buch angefangen haben zu lesen. Da helfen auch Action Bronsons KochEntspannungstipps (Kapitel 93: „Mushrooms. Psychedelic Salads“) nichts. Weil aber der Sommer doch recht fortgeschritten ist, und wir schon lange unsere Lesetipps für die Ferien loswerden wollten: 

Das Wichtigste zuerst: Alle Bücher gibt es bei uns zu bestellen oder abzuholen (bitte vorher ankündigen).

  • Mein Liebling: „Aus dem Dachsbau“ von Dirk von Lowtzow. Ja, das ist der Sänger von Tocotronic, und er (Achtung, Pressetext:) „durchmisst mit einer poetischen, schrägen und humorvollen Enzyklopädie sein Leben, die Kunst, die ihn beschäftigt, die Welt, die ihn umgibt. Von „Abba“ bis „Mohammed“, von „Dachs“ bis „Operettenbär“, von „Hysterie“ bis „Riten“, von „Ekstase“ bis „Idiotentest“. Dirk von Lowtzow erzählt von Kindheit und Jugend in der Schwarzwaldhölle, von Aufruhr und Angst, vom Tod des engsten Kindheitsfreundes, vom sehnsüchtigen Umherschweifen und der Sozialisation durch Popmusik, Comics, Filme.“

So.Ein.Schönes.Buch. (Kiepenheuer&Witsch, Fr.28.90)

  • Ich weiss nicht. Vielleicht muss ich noch mehr „Stranger Things“ schauen. Ich kann nichts anfangen mit Bela B Felsenheimers „Scharnow“. Ist mir zu abgefahren (ein Buch macht sich selbständig und wird zum Serienkiller. Glaubs. Ich habs nur ein paar Dutzend Seiten durchgehalten). Obwohl: Dass ein Superheld nach vielen Jahren auffliegt, weil er beim Fliegen erwischt wird, find ich noch lustig. (Heyne, Fr. 28.90)
  • Mark Oliver Everett hat mich durch die schlaflosen Nächte der letzten Hitzewoche gebracht. „Things The Grandchildren Should Know“ ist die Lebensgeschichte des Eels-Frontmanns, a true story also, und sooo berührend und so lehrreich („Kids always respond to the Beatles“. Merkimir). Wir werden bald mehr darüber berichten, weil Eels sind ja in Zürich. (Little, Brown & Company, Fr. 18.90, nur engl., auf Wunsch signiert!)
  • Dann ist da noch Horst. Für mich war die Lektüre recht schräg, weil als ich „Horst und die letzte Nacht des Rock’n’Roll“ zu lesen begann, war ich gerade eben aus Bristol zurück. Und aus Portishead. Der Club, in dem Mick Gurtners Fortsetzung von „Horst“ (das ist übrigens eine Hündin) spielt, heisst GLORY BOX. Ja, genau. Item. Gurtner, Journalist aus Thun, widmet seinen zweiten Roman mehr oder weniger offensichtlich dem verstorbenen MC Anliker, der grossen Figur des Thuner Clubs Mokka, und das ist natürlich kein Zufall. Das Glory Box steht für das Mokka, und der Roman als Ganzes ist (Pressetext:) „eine Hommage an die Liebe und an all die Musikclubs, die mit minimalen Mitteln und maximaler Leidenschaft betrieben werden.“ Vielleicht wird die Geschichte von Thom und seinen Frauen und Freunden etwas zu blumig erzählt. Aber das macht nichts. Manchmal braucht es halt einfach ein paar Worte mehr, wenn man so viel Liebe in ein Buch steckt. (Sage und Schreibe, Fr. 24.-)
  • Es ist ja eines meiner Lieblingsthemen: Rapper kochen. Dieser Tage gibt es vor allem einen, und das ist nicht, weil ich ihm auf den tätowierten Wolf auf dem Kopf gestarrt habe, als er unser Kochbuch signierte (OMG, ich hätte ihn (den Wolf, den Rapper, alles) so gerne fotografiert! Aber es war backstage! Und da war ein Security! Der mich drohend anstarrte! Und Action Bronson war so nett!). Seine Kochbücher, und jetzt komme ich auf den Garpunkt, hahaha, sind der Hammer. Nicht so mellow in tha hood-mässig wie bei Snoop, nicht so reichhaltig an Rezepten, dafür aber kleine Episodensammlungen mit ganz vielen Kapiteln. Das neuere, „Stoned Beyond Belief“ hat einen idiotischen Titel und zu viele Kiffertipps drin, ist aber trotzdem allerfeinste Lektüre. In 100 Kapiteln erklärt uns Koch Action Bronson seine Welt, Nummer 51 („Cruising Around While Getting High“) gehört nicht zu meinen favourites, Nummer 7 („My Mom’s Cheesecake with Extra Crust and Homemade Jam“) aber schon.
    Lucky, wer einen Drucker zur Hand hat: Viel Spass mit Bronsons Coloring Page 😛

  • (Action Bronson, Rachel Wharton: „Stoned Beyond Belief“ und „F*ck, That’s Delicious“, Abrams&Chronicle, Fr. 35.90 bzw. Fr. 36.50 (unser signiertes Exemplar ist leider nicht zu verkaufen)
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