Fertig Bonaparte

Okay, das wars. Bonaparte hat am Mittwoch im Bierhübeli sein letztes Konzert in Bern gespielt. Ich werde mein an dem Abend durchgeschwitztes Kleid nie wieder ausziehen. 

Bevor ich noch einmal von vorne anfange, das übliche Bühnentreiben zu beschreiben, die rauchenden Kartoffeln, die Nackten, das dirigierende Pferd, in dem scheints Frontmann Tobias Jundts Bruder steckte, den aufgeblasenen schwarzen Schwan, auf dem eine Tänzerin einen Moment über das Publikum hinweg getragen wurde, und von dem sie zwei Sekunden, nachdem ich die Kamera ausgeschaltet hatte, fiel (deshalb hier das Video von jemand anderem) – lest meinen Text in der Berner Zeitung.

Ich werde Bonaparte live vermissen!

Was mir für immer bleiben wird?

  • Die Musik, logisch.
  • Ein Foto mit Jundt, auf dem wir beide müde aussehen.
  • Ein SMS-Chatverlauf mit ihm, in dem es um seine psychedelische Jazz-Formation „Le Trio du Fondue noir“ mit unter anderem Bundesrat Alain Berset geht.
  • Die Erinnerung an ein Interview zum Album „The Return of Stravinsky Wellington“, das der Dynamik der Bonaparte-Konzerte ziemlich nahe kam.
  • Ein neues, letztes Bonaparte-Shirt.
  • Die Hoffnung, dass wir Tobias Jundt in irgendeiner Form wieder auf der Bühne sehen werden.
  • Und natürlich all die wunderschönen Songzeilen, die ich nicht selten in Briefen zitiere: „Make fuck, not kill“, „I just unfolded my paper planes, they’re now plain pieces of paper again“, „Anti-anti, anti-anti“ und so.

Und weil ich es eben tatsächlich nicht schöner sagen kann, als Tobias Jundt: „Dankeschön für die Gefühle, nur, was soll ich damit?“

(Bild: Rockette / Video: Olivier Messerli)

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