Fishies und LSD mit King Gizzard & The Lizard Wizard

Fishiiing for, fishiiiies, don’t, make theeem feel, happyyyy or, me neither. I feel so, sooryyy for, fishiiiies. Don’t matter to, kiiiss and, put baack poor fishy should be freeeeee.

So eröffnen King Gizzard & The Lizard Wizard ihr dreizehntes Album. Wer King Gizzard & The Lizard Wizard nicht kennt, dem voilà-iere ich eine kurze Zusammenfassung ihres Schaffens:

  • Sie veröffentlichten im Jahr 2017 ganze fünf (!) Alben in einem (!!) Jahr.
  • Die Band gibts seit 2012. Reminder: Das aktuelle Album ist ihr DREIZEHNTES.
  • Sie spielen Psychedelic-Rock. Also offiziell.
  • Jedes ihrer Alben ist ein Projekt: Mal knöpfen sie sich den Jazz vor, mal Blues, mal Country.
  • Sie spielen oft und gerne mikrotonale Intervalle. Das sind Töne ausserhalb des gewöhnlichen Halbton-Musiksystems.
  • King Gizzard & The Lizard Wizard veranstalten jedes Jahr in Australien ihr „Gizzfest“ mit jeweils Killer-Line-up.
  • Die Lieder wirken oft unkoordiniert. Aber ob ihrs glaubt oder nicht, sie sind in sich abschliessend. Und wenn ihr das nicht hört, kann ich euch getrost sagen: Es liegt nicht an King Gizzard, es liegt an euch.

Im neuen Album „Fishing for Fishies“ passiert so einiges, wie bei den Australiern üblich. Man wird unweigerlich bei jedem Song in eine neue, farbenfrohe und wuslige Fantasie geschleudert. Ihr könnt euch das etwa so vorstellen: Ihr macht den Sound an und die Augen zu. Der erste Song und Namensgeber des Albums beginnt, und das Kopfkino ebenso. Ein farbenfrohes, quirliges Bewegtbild wie auf einem LSD-Trip schwirrt vor dem inneren Auge: Ihr schwimmt mit den Fishies im LSD-Sumpf. Dann ploppt eine riesige Hand auf, zerrt euch aus der farbigen Welt und schmeisst euch in eine andere, genauso abgefuckte Traumwelt. Schwups, ihr befindet euch nun beim zweiten Lied „Boogieman Sam“. Abgefahrene Figuren winken euch zu, während ihr durch die bunte Welt marschiert und dabei wippt. Oderso. Jedem das seine, oder? Dann kommt wieder die böse Hand, weil neues Lied. Und so weiter.

Klingt wie WHAT. THE. FUCK.? Hell yes, ist es auch. Sieben Nasen spielen, und dein Kopf dreht dabei komplett ab. Die Lieder sind rollend und schräg und supermegageil. Die Drogenbilder begleiten übrigens jedes Album. Viel Spass damit.

Hinweis: Wer sich die anderen Alben zu Gemüte führen möchte, beginnt am besten mit „Flying Microtonal Banana“.

KING GIZZARD & THE LIZARD WIZARD: Fishing for Fishies, out (Flightless)

LIVE: 16.10.2019, X-TRA Zürich

(Foto: Facebook)

GUESTLIST: Aline Hug, Nidwaldnerin in Bern, geht stets all in – das passt zum Namen wie ein Stempel auf die Stirn. Die Helden: Lemmy Kilmister, Jimi Hendrix, Jim Morrison. Mag: Konzerte, CDs, unangebrachten Humor, viel Metal. Und viel Nicht-Metal. Und so.

Tags:

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.