Hello Earth

Ich hatte diesen Text im Kopf schon ein paar Mal geschrieben. Ich schreibe momentan ja fast nur im Kopf, da ichs selten an irgendeine Tastatur schaffe (deshalb auch die lange Rockette-Pause. Sorry.).

Plötzlich merkte ich: Was für abgedroschener Schwachsinn, der meinen Gedanken und Gefühlen so gar nicht gerecht wird. Von meinem neuen Lover wollte ich schreiben, einem Menschen, der mir seit März den Verstand und den Schlaf raubt, total auf meine Brüste fixiert ist, das schönste Lächeln im Universum hat, mich an und über meine Grenzen hinaus treibt, der mich die Welt mit anderen Augen sehen lässt, den ich am liebsten 25 Stunden am Tag anschaue, der nun mit dem Einverständnis meines Partners bei uns wohnt, in unserem Bett schläft, MENAGE A TROIS also, und ja, dass auch der dieses Wesen ganz ganz toll findet und bis über beide Ohren verliebt ist.

Ein Verwirrspiel.

Wieso aber nicht das Kind beim Namen nennen? Ich habe ein Kind. ICH HABE EIN KIND. Und das ist absolut grossartig, ausserirdisch, grandios, es ist alle existierenden Superlative vereinend und noch einen obendrauf gesetzt, ja, ich finde doch keine adäquaten Worte dafür. Ich darf von „ewiger“ Liebe sprechen, von „unvergleichbaren“ Gefühlen. „Seit ich ihn kenne, ist nichts mehr wie früher“: Nun stimmt das tatsächlich, ist nicht übertrieben, nicht aus der Romantik-Ecke im Texter-Fundus geklaubt, kein vorübergehendes Frühlingsgefühl, nein, es ist FAKT. Fakt ist auch, dass ich im März wie eine Rakete mit 40’000 Kilometern pro Stunde aus der Erdumlaufbahn gespickt wurde und jäh, ja völlig unvorbereitet, auf einem fremden Planeten landete. PLANET MAMA. Da bin ich nun. Und yes Baby, hier bleib ich für den Rest meines Lebens!

 

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Auch andere haben versucht, diese unbeschreibbaren Gefühle in Worte zu fassen. Fünf Lieder von Mamas und Papas für ihre Kinder.

((Und eigentlich, etwas kleiner angerichtet, gehört auch das in die Liste. Ich höre es mir am Morgen nach einer schlaflosen Nacht an. Nach zwei Theaterstücken mit den Stofftieren Thomas (ein Hirsch) und Valentino (ein Puma). Nach drei Rundgängen durch die dunkle Wohnung. Nach vier gewechselten Windeln. Nach fünf Strophen „Bajuschki Baju“. Nach sechs Versuchen, das Kind auf dem Gymnastikball zur Ruhe zu bringen. Nach sieben Stunden, bis es wieder hell wird.))

 

 

  1. Jovanotti – Per te

 

 

2. Lenny Kravitz – Little Girl’s Eyes

 

 

 

3. Laurin Hill – Zion

 

 

 

4. David Bowie – Kooks

 

 

 

5. Cat Stevens – father and son

 

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