Hm, was? Wer? Männer? Vielleicht als Beigemüse.

 

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Jenny Berkel. Wahrscheinlich in Kanada. (Bild zvg)

Letzte Woche gab es da diesen Moment: Die Gitarren fuhren voll ein. Nick Cave nahm gefangen, und Jack White war halt Jack White. Trotzdem. Auch wenn Ellie Goulding, wie man lesen konnte, bei Yeahman’s shoppen war – es war grad alles ein wenig, hm, testosterongeschwängert. Und klischiert, die weiblichen Stimmen leise im Hintergrund, die Mannen vorne und präsent. Dann hat Miriam die wunderbare Zoë Howe ein erstes Mal vorgestellt. Ich ein bisschen besänftigt und so, also doch über das neue Bastille-Album schreiben? Entschloss mich dagegen, weil: Habt ihr euch das angehört? Voll langweilig schön und voll nichtssagend! Jedenfalls ging dann der Sommer zu Ende und ich nach Athen. Tut jetzt hier nichts zur Sache, ausser, dass ich dort noch auf die griechische Céline Dion stiess. Vorher packte ich aber noch mein Köfferli mit …

  • der New Yorkerin Madeleine Peyroux, sie hat ein neues Album draussen („Secular Hymns“, UMI/ Impulse! Records)

  • der Norwegerin Rebekka Bakken, die ein Album anbietet, das „Most Personal“ ist und zum Hören most pleasant (UMI/ Emarcy).

  • der Kanadierin Jenny Berkel. Endlich hat sie es zu uns geschafft. Also, jetzt dann gleich. „Pale Moon Kid“ erscheint am 14. Oktober (Popup Records, in Kanada ist das Album schon seit April draussen!), und dieser Clip daraus dient zur Tiefenentspannung.

  • Und schliesslich mit Hanna Leess. Die war gerade unterwegs mit Damien Rice, was dieser Typ alles so um sich schart, jesses und tourt jetzt in Deutschland. Die 28-Jährige klingt so, als ob sie zu viel Brandy trinke und ab und zu eins kiffe, allerdings das Ganze manchmal unterbreche, um mädchenhaft über eine Blumenwiese zu springen. Barfuss und ohne Mühe (zur Veranschaulichung gucke man ihren Blog). Sie brauche selten länger als 15 Minuten, um einen Song zu schreiben, sagt sie. Ganz ehrlich: Das merkt man, aber das ist jetzt nicht abwertend gemeint, denn Hanna Leess könnte irgendwas singen und es wäre gut. Dass sie noch Text und Titel um ihre Melodien webt, ist sozusagen Goodie zum schaukelnden Klang. Ihre Songs entwickeln sich, oder anders: Macht den Eindruck, als ob sie ein bisschen rumklimpere, bis die richtige Idee kommt. Und die kommt immer.

HANNA LEESS: „DIRTY MOUTH SWEET HEART“, out: 23.09. (PIAS Recordings)

Gut, ich dann so bei griechischen Mezedes, und im Hintergrund läuft eben Céline Dion. Oder so ähnlich. Mit Männern als Beigemüse.

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