Leo Sayer, just wenn ich ihn brauche

Endlich weiss ich, was ich zu meiner reversiblen Bomberjacke aus Paris tragen kann: „The Show Must Go On“ von Leo Sayer. Soviel zu Teil 1 meiner neuen Serie namens „Aufgrund von Äusserlichkeiten gekaufte LPs“.

Was für ein Wiedersehen. Also ungeahnterweise. Als ich die Platte von Leo Sayer aus der Brockikiste kramte, weil er auf dem Cover mein Jackenzwilling ist, hatte ich keine Ahnung. Keinen Blassen davon, dass ich zu seiner Musik schon x Heisse getanzt, x Küsse geküsst und x Liebeskummerstunden ausgestanden habe.

Und zwar zu „When I Need You“ (1976), ihr erinnert euch? Dieser riesige Song ist leider nicht drauf, auf „The Show Must Go On“. Aber auf meiner „Verschiedene Heisse„-Kassette. Und zu Teilen ist er in „Famous Blue Raincoat“ (1971) von Leonard Cohen enthalten. Diesem ist seinerzeit nicht entgangen, dass Sayers „…need you, I just close my eyes and I’m with you“ genau gleich klingt wie seine Zeile „Jane came by with a lock of your hair…“. Und auch wie der Abschnitt „stepped into my life from a bad dream, making the life that I had seem, suddenly shiny and new“ in Elton Johns „Little Jeannie“ (1980). Aiaiai…

Aber meine Platte ist unschuldig. Und Leo Sayer die geilste Spätentdeckung, die mir je untergekommen ist. Wegen seinem Clown Concert von 1974 und „One Man Band“, meinem Song des Moments.

LEO SAYER: „THE SHOW MUST GO ON“ (Collection 1980)

(Bilder: privat)

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