Kanadische Leichtigkeit

Das dritte Album von Austra erschien am 20. Januar, als ein gewisser Donald Trump als oberster Clown oberster Idiot Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika vereidigt wurde. Es heisst „Future Politics“ und passt trotz aller Namenskoinzidenzen viel besser in den März.

Es ist ein fast spiritueller Ausflug in den Frühling, ja, man möchte gleich – wie eine glöckchenschwingendes Engelchen – über Narzissen und Schneeglöckchen fliegen, wenn (die operngeschulte) Katie Stelmanis loslegt (Notiz an mich selbst: Ist evt. Zeit, mal mit den Weihnachtsremineszenzen aufzuhören). Austra politisieren aus der Ferne, jetzt vom Weissen Haus ausgesehen, sie kommen aus Kanada, und mit einer sanften, melodiösen Eindringlichkeit, die einfach fröhlich stimmt. Ein bisschen schräg: Diese Utopien-Liebe, und die Links zu Lars von Trier (auf ihrer Website stellen sie das Presskit für „Melancholia“ zur Verfügung, na jaaaaaa?), aber hört doch einfach selbst.

Wenn ihr Fans seid von: Schönen Plattencovern, vielleicht Kate Bush, Björk, New Wave allgemein, ätherischem Plunder und Göttinnen – irgendwo bei Wikipedia habe ich gelesen, dass „Austra“ sich auf die Göttin des Lichts in der lettischen Mythologie bezieht. Mehr recherchiert habe ich dazu nicht, aber interessiert mich jetzt ehrlich gesagt auch nicht so.

Viel wichtiger: Diese Woche sind Austra in der Schweiz. Am 16.03 im Les Docks in Lausanne und am 17. dann in der Dampfzentrale in Bern.


AUSTRA: „FUTURE POLITICS“, out (CA, Domino Records)

Am Wochnde, ja, hahaha, bin ich noch auf etwas anderes gestossen, passt, aaah, Daft Punk!

(Bild: zvg)

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