Kein Protest-Song ist auch keine Option

Protestsongs gegen Rassismus, Frauenfeindlichkeit, Homophobie, einen einzigen Donald Trump und all die gruseligen Dinge sollte man nicht schreiben müssen. Und trotzdem müssen sie geschrieben, gesungen und verbreitet werden in Zeiten wie diesen. Hier mindestens zehn hörenswerte Anti-Trump-Nummern.

  • Filthy Friends – „Despierta„: Die neue Band von Corin Tucker (Sleater Kinney), Peter Buck (R.E.M.), Scott McCaughey und Kurt Bloch (the Minus 5) und Bill Rieflin (King Crimson) sagte mit diesem Song schon vor Trumps Wahl „adios“. Genützt hats natürlich nichts, denn hallo?! Leitsatz Nummer 1: Auf Spanisch singt man bei Trump to the hand. Apropos Hand…
  • Fiona Apple – „Tiny Hands„: Die Frau mit den bestechendsten Augen der Welt hat 2012 ihr letztes Album veröffentlicht und macht seither vor allem mit Protest-Songs von sich reden. Wies aussieht, ist sie immer und überall am sticheln.
  • Moby & The Void Pacific Choir – „Erupt & Matter“: An Moby ist ja das Lustige, dass er aussieht wie ein verschüpftes, hungriges Tierlein. Doch wehe, man provoziert ihn, dann verwandelt er sich in einen ziemlich bissigen Hund. Der New Yorker ist zwar überzeugter Veganer, doch Trumps Nüsse, die Fiona Apple in einem ihrer Lieder rösten will, würde er wahrscheinlich essen.

  • Our First 100 Days: Ein sehr sehr schönes Projekt von The Secretly Group, einem Kollektiv US-amerikanischer Independent Labels. Im Ausgleich zu Trumps beängstigenden Amtshandlungen, veröffentlichen sie einen bisher ungehörten Song pro Tag, 100 Tage lang.
  • Joey Bad$$ – „Land of the Free„: Der Rapper hat grosse Zweifel an der Kompetenz des neuen Präsidenten. Das ist die harmloseste Message in diesem Song über „AmeriKKKa“.
  • CocoRosie – „Smoke’em Out“ (feat. ANOHNI): Die New Yorker Schwestern CocoRosie wollen mit der Transgender-Künstlerin ANOHNI das Weisse Haus ausräuchern. Die Musikerinnen werden nicht aufhören, an eine weibliche Zukunft zu glauben.
  • Gorillaz – „Hallelujah Money“ (feat. Benjamin Clementine): Wenn der Amtsantritt von Donald Trump etwas Gutes hat, dann die Subitoveröffentlichung dieses Songs. Es ist der erste von Gorillaz seit sechs Jahren, und für einmal mit einem echten Frontmann … den wir lieben.
  • Arcade Fire feat. Mavis Staples – „I Give You Power„: Agathe Bauer 2017 – oder eine Erinnerung daran, dass auch eine unbequeme Präsidentschaft iiiiirgendwann mal zu Ende geht. Obwohl man sich ja dessen im Fall Trump nicht zu sicher sein sollte.
  • 30 Days, 30 Songs„: Dieses Projekt war eigentlich ein Versuch des US-Autors Dave Eggers, die Leute davon abzuhalten, Trump zu wählen. Auch wenn es nichts gebracht hat, die Songs (unter anderem von Franz Ferdinand, Adia Victoria oder Ryan Miller) sind immer noch passend.
  • Bonaparte – „White Noize“: Der am versöhnlichsten klingende Protestsong. Aber schaut euch mal das Video an, da gruusets euch grad wieder.

 

(Bild: Internetz)

 

 

 

 

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