Lissie und die starken Frauen

Dieser Scheiss-Februar ist ja leider noch zwei Wochen on tour. Oder geht euch dieses Grau nicht auch langsam auf die Nerven (und jetzt ist auch noch Fasnacht, OMG)? Ich jedenfalls wäre ohne diese drei Frauen längst ausgewandert: Danke Lissie, danke Linda Vogel und danke Hannah Epperson, dass ihr mich ablenkt.


Letzthin schrieb mir ein Kollege, er fände Lissie extreeem scharf. Ich finde sie extreeem super, schrieb ich zurück, und ja, auch ein bisschen scharf. Da hatte ich noch nicht in ihr viertes Album (das nicht, wie angekündigt, „My Mild Midwest“ heisst, sondern „Castles“) reingehört, es erscheint im März, und seltsamerweise hat die Singleauskoppelung nicht mehr viel zu tun mit der verträumten Stimme von vor zwei Jahren. Seltsamerweise, weil die Amerikanerin scheints aufs Land (Iowa) gezogen ist und Selbstversorgerin spielt. In „Best Days“ macht sie auf optimistischen Countrypop und soll dazu gesagt haben: „‚Best Days‘ is a song of hope. That our best days aren’t behind us.“ Ich bin mir nicht sicher.

LISSIE: „CASTLES“ erscheint am 23.03. (Cooking Vinyl/Sony Music)
Konzert: 23.04., Bogen F, Zürich

 

Was ganz anderes:

Die Zürcher Harfenistin Linda Vogel schafft mit äh, Harfe und Schlagzeug (Vincent Glanzman) genau jene Traumwelten, die man sich von Lissie gewohnt war. Jene schwarzen Löcher, in denen man versinken kann, versinken muss, sogar dann, wenn es Richtung Rap geht. Mehr gibt es eigentlich nicht zu sagen. Ausser: Macht süchtig. Gut, erscheint jetzt dann grad die EP.

LINDA VOGEL: „ON“, 16. 02.(Radicalis Music)
Nächstes Konzert: 24. 02. mit Schwalbe&Elefant, Neubad, Luzern; alle Konzerte: Hier.


Und dann habe ich noch etwas Lustiges gelesen über die Frau mit der Feenstimme, Hannah Epperson: Letzten Sommer ist sie anscheinend bei den Ultimate Frisbee Weltmeisterschaften in Frankreich mit Team Kanada knapp am Weltmeistertitel vorbeigeschrammt. Schon letztes Mal, als ich über sie schrieb, riet ich dazu, im Bett zu bleiben. Haha. Naja. Ist dann doch gut, wenn der Frühling bald mal kommt.

Hannah Epperson spielt morgen in Genf am Antigel Festival.
„SLOWDOWN“ erscheint am 16.02. (via Listen Collective)

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