Zufällig in London…

Mein letzter London-Trip kam mir vor wie ein Spaziergang durch ein Musikmagazin. Und wie beim Lesen war es auch da so, dass ich an den spontanen Neuentdeckungen hängen blieb. 

Ich tu mich schwer, auf Städtetrips in Kaffees rumzusitzen, weil ich dann immer nur daran denken kann, wie knapp die Zeit ist, und was es um die nächste Ecke noch alles zu entdecken gäbe.

In London war es diesmal anders, da entdeckte ich das meiste beim blöd Rumhocken. Einmal war ich beispielsweise in einem Pub. Da lief „Hot Fuss“, mein allerliebstes Lieblingsalbum von The Killers, und ich erinnerte mich gerade an dieses eine Konzert der Amerikaner im Hallenstadion, das mir als das unattraktivste aller Zeiten in Erinnerung geblieben ist (was bei einer Band mit einem Brandon Flowers drin was heissen will).

Ich sass also da, als ein Typ mit Rastas und Gitarre zum Tresen kam und für den Folgeabend ein Salsa-Set ankündigte. Folglich suchte ich am nächsten Abend ein anderes Pub und noch einmal einen Tag später kam ich beim Kings Cross an einem Strassenmusiker vorbei, der mir sehr bekannt vorkam. Hätte er Salsa gespielt, dann hätten die Alarmglocken sofort geläutet, aber er spielte gerade Blues und es brauchte erst seine Gegenreaktion, damit ich checkte, dass es der Rastatyp aus dem Pub war. Er nennt sich NÓMADE und fand es ziemlich Jimi Hendrix, dass ich sagte, sein Sound sei groovy.

In einem Hipsterkafi in Soho sassen am Nebentisch einmal ein Musiker und sein sehr-wahrscheinlich-Manager. Während rund einer Stunde nahmen sie die junge Musikszene von Bristol auseinander. Ich konnte mir wirklich keinen einzigen Namen merken. Ausser: Cousin Kula. Die sechsköpfige Band soll, wie ich gelesen habe, im November ihre erste EP rausbringen. Und gerade durchstarten wie blöd. Ich persönlich bin kein Fan von dieser Psych-Pop-Geschichte, aber ich gebe den first hand tip sehr gerne weiter.

Über weitere Londonder Entdeckungen werde ich demnächst berichten: Im Hip-Hop-Battle mit Rockette Nina.

Ach und: Falls jemand nächstens bei der Station Kings Cross vorbeikommen sollte, grüsst doch den NÓMADE Aldo lieb von mir. Er spielt da mehrmals pro Woche.

(Bild: Rockette)

 

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