Märchenstunde mit Mathias Schenk @Gurtenfestival

Unsere Lieblingsbieler Death by Chocolate bespielen am späten Samstagabend die Waldbühne. Da steht natürlich ausser Frage, dass wir uns vorab mit Sänger Mathias Schenk zum kurzen Gespräch treffen.

Etwas ist aber anders als sonst. Gleich zwei Stühle auf einmal besetzt er, als wir ihn im Backstage treffen. Nein, er hat nicht derart zugenommen. Auf dem zweiten Stuhl lagert er sein rechtes Bein hoch. Es ist seit gestern geschient, Diagnose Bänderriss. Nach der Meniskusoperation im letzten Jahr nun das. Was ist passiert?

Lehnt euch zurück und freut euch auf eine nette Geschichte von Märchenonkel Mathias Schenk.

Das Ganze trug sich wie folgt zu: „Ich hatte neulich einen Kampf mit einem mexikanischen Wrestler. Die sieht man in Biel öfters.“ Wem das jetzt wie mir neu ist, dem sei gesagt: „Viele wissen es eben nicht, aber solche Wrestler lauern immer mal wieder an einer Ecke“. Aha. Der unerschrockene Sänger kämpfte aber natürlich nicht nur mit einem, sondern gleich mit vier Stück, gleichzeitig versteht sich. „Die habe ich natürlich sauber zur Schnecke gemacht“, so Mathias Schenk. Die Verletzung zog er sich aber gar nicht im Kampfe zu. „Bei meinem anschliessenden Siegestanz habe ich dann leider einen Misstritt gemacht.“ Ach so war das, danke Mäthu. Eine Bieler Alltagsgeschichte sozugagen.

Aber mit Auftritten als „Lädierter“ hat Mäthu ja schon Erfahrung. Aus drei bisherigen Gurten-Konzerten war er nämlich bei zweien am Fuss verletzt. Zuletzt 2014. Ob das damals auch schon etwas mit den gut getarnten Wrestlern in Biel zu tun hatte? Weit gefehlt. „Ich flog damals mit einer Lieferung illegaler Substanzen von Dotzigen direkt nach Peru, als die Boing 758 plötzlich ihren Geist aufgab. Ich musste mitten auf dem Mittelmeer notlanden.“ Natürlich nicht wirklich ein Problem für Super-Mäthu. Kurzerhand bremste er das Ding mit dem rechten Fuss. Doch auch er benötigt ab und zu Unterstützung. So rief er zwei Delfine heran und schnallte sich je einen unter jeden Fuss. „Plötzlich sind die beiden aber nicht mehr ganz synchron aufgesprungen, da habe ich mich dann verletzt.“ Die ganze Odysse hat Mathias Schenk selbstverständlich auf Facebook live festgehalten. „Am Ende habe ich dann aber vergessen, es zu posten.“

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.
Zum Schluss will noch gesagt sein: Misstritte können auch den unerschrockensten und fantasiereichsten Sängern einer Bieler Band passieren. Wir meinen natürlich nicht dich damit, Mäthu. Get well soon.

PS: Augen auf in Biel, falls jemand eine Begegnung mit einem Wrestler hat, lasst es uns bitte wissen.

(Bild: Rockette)

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