#MakeSwitzerlandRageAgain

Es gibt viele Gründe, warum wir erst jetzt über den Auftritt von den Prophets of Rage schreiben etwas verlauten lassen. Der triftigste: Uns fehlten einfach die Worte, und wir sind immer noch ein bisschen geflasht. 


Das sah auch Tom Morello so.

Also, um es kurz zu machen – denn das mit den Worten hat sich ja noch nicht gebessert –, der Auftritt von Prophets of Rage fuhr dermassen ein, raketenmässig, würden wir hier bei Rockette etwas lahm sagen, wie ein scharfer Shot, den man auf den leeren Magen trinkt, wie eine Faust in, naja, die Fresse. Halt einfach so, dass man nach ein paar Sekunden schon ziemlich beduselt wusste: Das hier wird richtig gut, ein richtig geiler Abend, einer von diesen, die es damals, als wir noch jung waren und noch kifften und Rage hörten, viele, viele gegeben hatte. Vielleicht auch, weil Tom Morello damals noch keine Supergroup gründen musste, um gegen Trump vorzugehen.

„Top your fist like this“ oder: Tom Morello, Tim Commerford, Brad Wilk, Chuck D, B-Real und DJ Lord, strecken so überzeugend wie niemand sonst ihre Fäuste in die Luft. Und weil das erste Prophets-of-Rage-Album erst im Herbst erscheint, spielte die „Elite-Task-Force von revolutionären Musikern“ (Morello) viel Rage Against The Machine, aber auch Public Enemy und Cypress Hill. Es gab eine Nicht-Schweigeminute für Chris Cornell, zwei Gitarrensoli, sprich: Zeit zum kurz Luftschnappen, und am Schluss „Killing In The Name“ – schon seltsam, wie die Kraft eines Songs sich über Jahrzehnte hält. Genau wie die Ausstrahlung der sechs Buben, die zusammen, sind wir ehrlich, sowieso die geilste Politband ever sind.

Scheints wurde auch auf der VIP-Lounge gepoget. Am Festi’Neuch, dieser Perle von Festival, ist so was möglich. So: Unfuck the world and go the fuck to Neuchâtel. Macht huere glücklich.

P.S. Chill, baby.

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