Pop für Fortgeschrittene

„Dominic & Dominic“ – da hab ich einfach immer so meine Assoziationen. Irrelevant. Die beiden Herren von Radicalis beliefern uns regelmässig mit nicht ignorierbarer Musik. Zuletzt: Mantocliff aus Basel. Die jazzy Popband um Frontfrau Nives Onori hat Anfang März ihr Album „Umbilical“ veröffentlicht. Umbilical, den Nabel betreffend … kann man mit allen Mitteln zu deuten, mit Hilfe wortakrobatischer Manöver in Zusammenhang mit dem Sound zu bringen und sich um den Hals zu schlingen versuchen, muss man nicht.

„These Words“ sagen mehr:

„Umbilical“ ist überraschend. Nicht nur, weil es ein ziemlich ausgekochtes Debütalbum ist. Auch, weil sich Mantocliff mit den Möglichkeiten, die der Pop ihnen bietet, nicht einfach so zufrieden geben. Sie bieten dem Genre die Stirn, indem sie mit Geräuschen experimentieren, rhythmisch übermütigen Sequenzen Raum geben bis Onoris warme Stimme die Harmonie wieder herstellt, drängenden Trip-Hop-Passagen mit Blasinstrumenten entgegenstemmen und so weiter und so fort. Ja, ist doch so, der Ausdruck Alternativ-Pop ist nun mal nicht allzu explizit.

Mantocliff taufen ihren Erstling übrigens zusammen mit den Static Frames am 26. Mai in der Kaserne Basel.

MANTOCLIFF: „UMBILICAL“ (Radicalis)

Konzerte: 05./06.04.2016 Zermatt Unplugged, Zermatt; 16.04.2016 m4music, Zürich

(Bild: Pressefoto Mantocliff)

 

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