Merci, Honeys

Das hier ist ein Text über gute Herzen und schöne Musik. 

Ernsthaft. Heute Morgen bin ich ins Büro gekommen, um eine Entschuldigung zu schreiben. Ich wollte Halunke endlich mal sorry sagen, weil ich ihre Wunderbox mit dem letzten Album „Superheld“ (2017!) und ganz vielen Geschenken zwar gerne an mich gerissen und grossartig eine Rezension versprochen, die aber nie geschrieben habe. Und jetzt liegt da schon wieder so ein krasses Päckli aus ihrem Hause.

Die paar Grad Temperatur, die ich meiner Achselhöhle vor ein paar Stunden entnommen habe, sind schon weggezählt. Und mir ist immer noch sehr sehr warm ums Herz. Menschen wie die beiden Hänis, die nicht erst auf eine Gegenleistung warten, bevor sie erneut schenken, sind einer der Hauptgründe für meine endlose Lebensbejahung. Ich bin wirklich gerührt und verbal grad sehr nahe an der Kitschgrenze jetzt, aber das passt ja irgendwie ganz gut zu dem ganzen Halunke-Merchandise, das ich immer wieder streicheln muss.

Hänis, unsere Merchandise-Idole

Menschen, die nicht ständig dasitzen und auf Gegenleistungen warten, haben dann eben auch mehr Zeit, um schöne Musik zu schreiben. Und damit aufs Schilthorn zu gondeln, um sie dort unter akutem Sauerstoffmangel, dafür in einem einzigartigen Pop-up-Studio aufzunehmen. Halunke haben es genau so gemacht. Und die Songs, die auf „Ponyhof“ zu hören sind, klingen denn auch nach nichts anderem als einer positiven Grundeinstellung. Während die Texte etwa davon handeln, dass wahres Glück in der Freiheit liegt, immer genau das zu tun, was einem Freude macht. Im besten Fall mit seiner grossen Liebe – so wie die „no money hani“-Hänis.

Mis Meitschi liebt mi so genau e so

wien ig jetzt bi

U mini Fründe woni ha si o ohni Money da

(„Money“)

„Ponyhof“ enthält fünf jener Mundart-Popsongs, dank denen ich mich aufs Neue in ein Genre verliebe, das mich in der Vergangenheit nicht immer nur charmant umgarnt hat. Sie sind der Beweis dafür, dass es auf 2970 Meter über Meer nicht nur um Böckli und Röckli gehen muss. „Ponyhof“ ist Club, ist Discokugel, ist Zigi in der einen, ein Drinkli in der anderen Hand, sind ein Blick nach oben und Drehungen bis es einem schwindlig wird … „Ponyhof“ ist my Britney, um eine schöne Zeile aus einer Netflix-Serie zu zitieren.

Und was ja selbst das Schilthorn toppt, sind das Intro und die Intermezzi. Die möchte ich nicht kaputtschreiben, hört lieber selbst.

HALUNKE: „Ponyhof“, erscheint am 25. Januar (DER LETZTE SCHREI Records)

(Bilder: Halunke/Rockette)

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