Mutters beste Jahre in Pro und Kontra

Ich will wirklich nichts gegen die Personen, die die Achtziger und Neunziger lieben oder sowas, sagen. Diese Jahre waren sicher toll. Doch mit der Musik kann ich mich gar nicht identifizieren. Also Moment, das stimmt nicht ganz, ich muss das in Pro und Kontra ausdrücken.

Pro: Es gab kein Auto-Tune (denke ich, weil damals doch sicher erst das Keyboard rausgekommen ist) und die meisten Songs aus dieser Zeit sind ziemliche „Legenden“. Jeder erinnert sich an diese Hits und das finde ich toll. Sogar ich kenne einige Songs aus der besten Zeit meiner 40-jährigen Mama. Lionel Richies „Say You Say Me“ zum Beispiel ist auf dem Baywatch-Soundtrack, und ich liebe es. Auch „Hypnotize“ von Notorious B.I.G ist drauf. Super. In dieser Zeit wurden halt wirklich nur die Menschen bekannt, die es drauf hatten (abgesehen von H.P. Baxxter). Heute werden die schlimmsten Musiker berühmt, nur weil sie Auto-Tune benutzen können, um ihre Stimme zu retten.

Kontra: Ich stelle es mir ehrlich gesagt ziemlich unangenehm vor, wenn angenommen ein Junge, den ich mag, in der Disco zu Michael Jackson tanzen würde. Ich steh halt ziemlich auf Ami-Hip-Hop von heute, deshalb wären die Achtziger und Neunziger nicht so meins. Und noch etwas, was ich wirklich gar nicht verstehe: damals hatten mega viele Männer so enge Kleider an. Ich sag nur, ich versteh auch euch älteren Frauen nicht so, weil ihr das glaube ich noch schön fandet.

Mein Abschlusswort lautet: Im Allgemeinen gefällt mir die Musik aus dieser Zeit schon. Vor allem Respekt an die Sängerinnen und Sänger, die noch sehr viel selber geleistet haben. Einfach ein bisschen viel Keyboard.

 

GUESTLIST: Yan Lenz ist 15 Jahre alt und die Tochter von (der noch nicht ganz 40-jährigen!) Rockette Miriam. Sie hat bei Muttern den Beruf der Journalistin geschnuppert, obwohl sie das nie im Leben werden will. Aber inzwischen hat sie sich bestechen lassen: Sie schreibt bis Ende Jahr einmal im Monat für Rockette – für mehr Sackgeld. Gangsta.

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