Neues aus dem Nest

Gestern Nachmittag war ich zum ersten Mal seit langem wieder in einer grösseren Menschenmenge. Ich habe mit vollster Überzeugung gegen das Filettieren der Schweizerischen Depeschenagentur SDA, gegen den nicht nachvollziehbar krassen Stellen- und Qualitätsabbau und für ganz viele liebe Kolleginnen und Kollegen demonstriert. Und jetzt zieh ich mich wieder in meine Höhle zurück. 

Das Jahr 2017, ein Eisenmangel, das Wetter oder das Alter sind daran schuld, dass ichs seit irgendwann um Weihnachten rum abends kaum mehr aus dem Haus schaffe. Ich schwanke schon mal, wenn eine gute Band spielt, ein vielversprechender Film läuft oder eine geile Party steigt. Aber sobald ich dem Ausgang einen ruhigen Abend ohne Smalltalk, Lärm und visuelle Reizüberflutung, einen Krug Ingwerer und den neusten Schinken von Paul Auster gegenüberstelle, ist der Fall klar: No more running, I’m good knowing that I belong home.

Bevor ich euch auch noch die anmächeligsten Pinterest-Inspirationen und Insta-Bilder von dampfenden Kaffeetassen zeige – ich höre in meiner Eremiten-Zeit auch sehr viel Musik, die zur Auszeit passt. Zum Beispiel:

  • BONOSERA: „FEEDBACK“, out 26.01.

    Schleppende, verzerrte Blues-Songs aus Zürich, die das Gemüt immer gerade nur soweit hochkochen lassen, dass man kurz aufstehen, das nächste Glas Wein holen und sich gleich wieder gemütlich hinlegen mag.
    Wer mehr will: Für die Albumtaufe nächsten Freitag im Gaswerk, Winterthur, verlosen wir absolut kurzspitz 1×2 Tickets. Teilnehmen bis am Donnerstagmittag: hier.

 

  • BART BUDWIG: „SABAI“, out 01.02. (Vivre Arts) / Ein bisschen was gibts jetzt schon hier

    Simple, rohe, ziemlich johnny-cashige Country-Folk-Songs aus Oregon über schöne Dinge wie One-Night-Stands, Träume oder vierblättrige Kleeblätter. Das alles von dem bei der Geburt getrennten Zwilling von Bonnie Prince Billy.

(Bild: Rockette)

 

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