OMG

Ich habe einen Fetisch… und es gibt einen, der den Rest des Satzes bereits kennt: Lord Kesseli.

Der Musiker mit dem Bart und der Aura eines Heiligen ist mir am Puts-Marie-Konzert im Palace St. Gallen an der Bar erschienen. Und der beste Margarita der ganzen Stadt hat mir dabei geholfen, ihm sozusagen direkt in sein offenes Portemonnaie rein zu proleten, dass ich Lord Kesseli & The Drums nicht nur die beste Band der ganzen Schweiz finde, sondern auch, dass sie schon lange mein Fetisch ist. Also er und sein Kollege. Ihr Sound.

The Drums & Lord Kesseli

Glücklicherweise muss ich mich dafür nicht schämen. Denn es stimmt: Lord Kesseli & The Drums haben Ende November eines der eindrücklichsten Alben des Jahres herausgegeben: „Melodies of Immortality“. Schwerer, deftiger Höllensound, Gewitter, Feuer, eine melodiöse Apokalypsen-Hauptprobe – und dann: friedvolle Ruhe.

Das St. Galler Duo bleibt den Leuten durch ihren sturmartigen, sakral-psychedelischen Elektro-Rock natürlich im Gedächtnis. Dazu kommt die unheimliche, fast ein bisschen irre Ästhetik. Doch mindestens so auffallend und intensiv wie Exzentrik und teuflische Unberechenbarkeit sind die Momente der Erlösung. Wenn Drummer Michael Galluser das Tempo drosselt, die Musik leiser wird und Dominik Kesselis tief berührende Stimme als das zur Geltung kommt, was sie ist – Trost. („Chemical Mother“ ist ein schönes Beispiel dafür)

LORD KESSELI & THE DRUMS: „Melodies of Immortality“, out (Irascible Records/Bookmaker Records) – alle Live-Termine, hier.

(Bilder: Karin Schmid)

 

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