A perfect ten

Ich hab Freude. Nie ist mir „No Diggity“ öfter begegnet als in den letzten paar Wochen – abgesehen natürlich vom Jahr 1996, als ich diesem Song meine ewige Treue schwor. 

Das war die Zeit, in der ich tagsüber mit hängenden Schultern durch die Gegend schlurfte, so wenig Kraft wie möglich in die dadurch so läss rumbaumelnden Arme gab – und zwar nur, um Energie zu sparen und abends mit einer sexy Streetdance-Choreo so richtig den Laden zu salben. „No Diggity“ war meine musikgewordene innere Befindlichkeit. No doubt.

Dass die Grösse dieses Songs nicht nur in Baggy Pants, sondern auch in Röhrlijeans gemessen werden kann, zeigte mir vor einigen Monaten der australische Soul-Sänger Chet Faker (der heute übrigens Nick Murphy heisst). Da begann es wohl auch mit der selektiven Wahrnehmung. Ich hatte das Gefühl, den Hit von Blackstreet auf einmal wieder täglich im Radio zu hören.

Auch Ed Sheeran und Passenger haben übrigens mal eine ganz passable, wenn auch etwas gar James Blunteske Version zum Besten gegeben – von der es einen grauenvollen Remix gibt. Da fährt mir ja der billige Scheiss von Favulous fast noch besser ein. Und bevor es jetzt ganz gruusig wird, kehren wir via Prince und Chance Howard zu der Bieler Band Eaglewow zurück, die meinem „No Diggity“ mit ihrer kürzlich veröffentlichten Aufnahme gottseidank auch die Ehre erweist, die es verdient hat.

(Bild: Facebook)

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