Piratenherz

Es gibt ja Tage, an denen man nicht so recht weiss, wohin. Mit sich selber und der komischen Stimmung, mit den Millionen E-Mails im Fach, mit den nervigen Mitmenschen. Das sind Tage, an denen fühlt man sich so halbschwer, was nicht weiter tragisch ist, aber jetzt auch nicht so angenehm. Ich höre dann jeweils Cœur de Pirate, und zwar ein älteres Album, „Blonde“. Und schon ist das Herz leicht, merci, Béatrice Martin.

Ich bekomme dann auch immer Lust auf Croissants und Café au lait und Paris, dabei schlägt Frau Martins Herz in Kanada, sie kommt aus Montréal und hatte erst Songs auf Myspace eingestellt, das lief gut, und so nannte sie sich fortan Cœur de Pirate. Und sang chansons françaises, Stücke, die einem eben diese Tage erleichtern.

Dabei ist längst nicht alles so légère wie es klingt, klar. Mittlerweile ist das Album „Roses“ draussen, und das ist mehr Pop, und vor allem singt Béatrice jetzt auch englisch. Naja. Ich mag das nicht so (ihren Pop und ihre englischen Songs), vor allem die Remixes von „Carry on“ sind schröcklich. Aber ist ja Geschmackssache, und es bleiben immer noch die Alben von früher, „Cœur de Pirate“ und „Blonde“, und auch neue Stücke, die an diese vielleicht falsche Unbeschwertheit erinnern, die es nur auf Französisch gibt (zum Beispiel „Tu oublieras mon nom“).

Voilà. Und Adieu für heute, adieu, und mein Piratenherz ist ganz leicht.

Cœur de Pirate tourt zurzeit in den Staaten, dann kommt sie nach Europa, aber nicht in die Schweiz.

 

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