Rockettekolleg Fotografie: Foo Fighters

Eines vorweg: Ich bin keine Fotografin. Ich habe zwar mal in der Migros Klubschule ein Abendkürsli Fotografie besucht, kenne vielleicht ein, zwei Basics, besitze eine Spiegelreflexkamera mit tollem Objektiv und habe einen gewissen Ehrgeiz, gute Fotos machen zu wollen. Aber das wars dann auch schon.

So eine wie mich gibt es viele. Dennoch landete ich dank einer Verkettung glücklicher Umstände im Fotograben des Foo Fighters-Konzerts im Juni in Bern. Mit all den Profis, die mehrere Kameras umgeschnallt haben, unglaublich professionell wirken und es vermutlich auch sind. Ich war sehr nervös. Aber sowasvon.

Falls ihr auch mal unverhofft in die Situation kommt, im Fotograben einer eurer Lieblingsbands zu stehen, hier ein paar Tipps, wie man es NICHT machen sollte. Die Wasserzeichen sind neu und nur für diesen Beitrag, weil ich so einen Knebelvertrag unterschreiben musste, dass die Fötis, also meine Fotos, alle den Foos gehören.

 

NIE VOLLAUTOMATIK

Mein Fotografielehrer des Vertrauens hat uns eingetrichtert, niemals die Vollautomatik zu verwenden. Warum weiss ich auch nicht genau, aber im Fotograben macht sich das erst recht nicht gut. Falls euch das mit den Blenden („A“) und Verschlusszeiten („S“) zu kompliziert ist, verwendet einfach „P“ wie „Panic“, hiess es im Kürsli. Dafür muss man aber einen ISO-Richtwert haben. „Nach ufe schrube“ meinte Nina. Also.

NIKON D5300
A: ƒ/5.6 S: 1/80
170 mm ISO 3200

BILDAUSSCHNITT

Das mit dem Fotograben habe ich mir ein bisschen anders vorgestellt. Zwar ist man ganz schön nah dran, aber es ist ein doofer Winkel und dauernd hat es was im Blickfeld. Oder man trampelt den anderen Fotografen auf den Füssen rum. Und die ganze Band auf ein Bild zu bekommen, ist schier unmöglich.

Jee. Ganze Band! Und Kameramann. Und Security.

Ich hoffe, der Sänger hat das Plakat gelesen.

Ein neuer Trend in der Konzertfotografie: Den Screen fötele. Nur sollte man auch hier beachten, dass es keine Objekte im Vordergrund hat.

Wichtig beim Bildausschnitt ist auch, dass man Kopf sowohl als auch Füsse auf das Bild bringt. Ansonsten sieht es so abgehackt aus.

Nun ja, nur Füsse ist auch nicht ideal.

Dafür hat ER mit dem Ohrschutz meine komplette Aufmerksamkeit.

BLICK AUFS WESENTLICHE

Hair Day. Ach, man lässt sich so gerne ablenken. Sind ja auch nur die Foos auf der Bühne.

Wenn wir grad dabei sind. SCHWEIZER MEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEISTER. Learning to walk again.

I never wanna leave
I’ll never say goodbye
Forever, whenever
Forever, whenever

Der Sänger schaut aus dem Bild, ist schlecht erkennbar und trifft das Raster kaum. Bild immer schön dritteln, wirkt dynamischer.

FOKUS

Das mit dem Fokus ist eine Finesse. Mit der Halbautomatik fast unmöglich, ein Foto so richtig zu verhauen. Deshalb tut das letzte hier umso mehr weh. Es wäre mein absolutes Lieblingsfoto. Ich geh mal eine Runde heulen. Immerhin scharfes Publikum.

DIE KOLLEGEN

So sieht es profimässig aus.

So weniger.

FOTOGRAFIEREN, NICHT FILMEN

Mit der Spiegelreflex filmen ist ganz schön tricky. Sollte man nicht unbedingt machen, wenn die Aufgabe fötele heisst. Aber sie spielen „All My Life“.

NA GUT. EIN PAAR FOTOS SIND MIR DANN AUCH EINIGERMASSEN GELUNGEN.

(Hier und hier noch ein bisschen mehr zu säbem Abend.)

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