Ronan Keating, ist das jetzt Ihr letztes Album?

Ronan Keating muss man ja nicht vorstellen. Boyzone, „Notting Hill“-Song (anscheinend hat Julia Roberts damals geweint, als sie ihn zum ersten Mal hörte), „X Factor“-Juror in Australien und irgendwie immer noch der perfekte Schwiegersohn, trotz Scheidung. Seit ein paar Wochen ist sein neues Album draussen, er hat es scheints im Alleingang geschrieben, es klingt wie Ronan Keating, aber ein bisschen folkiger, also noch so schön! Und es ist eine Liebeserklärung an seine (neue) Frau, Storm Uechtritz, die er letztes Jahr mit grossem Medientrara geheiratet hat. Ronan Keating lebt in London, fräst aber ständig in seine Heimatstadt Dublin und war eben in Zürich. Von dort aus hat er uns telefoniert. Also umgekehrt. Ah, lest doch einfach selbst.

Ronan Keating, Sie sind ja auch nicht mehr der Jüngste …

Ha, ha, ha. Nein, das bin ich nicht. Ich bin 39.

Ich frage, weil das Album „Time Of My Life“ heisst. Ist die jetzt, die time of your life?

Ja, ich glaube schon. Es braucht Jahre, um zu verstehen, wer man ist, und um sich wohl in seiner Haut zu fühlen. I very much feel that I am now.

Das ist also das letzte Album? So: Aufhören, wenn es am besten ist?

Sicher nicht! Ich sehe mich als Musiker. Das ist nur das nächste Kapitel, von hier an geht es weiter.

Wenn ich das richtig verstanden habe, ist das Album eine Art Love Story.

Ja, ja, es ist steckt viel Liebe und Ehrlichkeit drin, es ist ein positives Album. Das ist doch das, was wir alle wollen. Beim Musikhören an einen positiven Ort gebracht zu werden.

Mmh. Ja. Sie haben es aber eh einfach für Ihre Frau geschrieben!

Ja, sie hat mich sehr inspiriert, und wegen ihr kommen die Songs von Herzen. Sie singt übrigens auch auf dem Album.

Ronans Storm auf Ronans Instagram-Account.

Was ich schon immer wissen wollte: Ist das ihr Taufname? Storm?

Yeah, sie heisst wirklich so, grossartig, oder? Wie ein Actionheld!

Ziemlich cool. Schade heissen Sie nicht Donner oder so.

Ja, ha, ha.

Wie muss man sich das vorstellen? Singen Sie gemeinsam Lieder bei Ihnen zuhause?

Manchmal. Naja, nein. Sie singt viel öfter als ich, ja, eigentlich ist sie immer irgendwie am Singen. Ich nicht so.

Wer singt besser? Sie oder Ihre Frau?

Aaaah, ha, ha, ha. Wir lassen die Frage mal so im Raum stehen!

Ich war ja ein Riesenfan von „When You Say Nothing At All“.

Thank you.

Das hat aber auch damit zu tun, dass die Zeile „You say it best when you say nothing at all“ eine prima Art war, jemandem zu sagen: Shut the fuck up. Damals in den Neunzigern.

Hahahaha (lacht sehr laut). Das hab ich noch nie gehört!

Ich kann nicht singen, wissen Sie. Das machte es noch besser.

Very funny!

Aber eigentlich wollte ich fragen: Werden Sie je wieder so was Grosses herausbringen?

Ja, das hoffe ich doch. Man ist ja immer nur einen Song entfernt von einem Hit. Es war halt auch ein grossartiger Film („Notting Hill“, Anm. d. Red.). Auf dem neuen Album hat es ein paar Kandidaten, glaube ich, „In Your Arms“ zum Beispiel. Der Song ist auch so emotional wie „When You Say Nothing At All“.

Sie sind ja mittlerweile auch Schauspieler und würden gerne einmal James Bond spielen.

Wollen wir das nicht alle?!?

James Bond sein?

Ja klar, alle Jungen wollen das. Er ist der Coolste von allen, ein Spion, ein Superheld! Amazing!

Treten Sie eigentlich noch in Pubs auf, so spontan, mein ich? Wie das Iren zu tun pflegen?

Ähm. Nein. Ich könnte schon. Aber das ist nicht mein Ding.

Aber ins Pub gehen Sie noch? Oder anders: welches ist Ihr Lieblingspub?

Drüben in Dublin? Kehoes. Ein super Pub, um einfach schnell ein Guinness zu trinken.

Warum kommen Sie nicht mal in die Schweiz? Sie müssen auch nicht in einem Pub singen.

Ich komme! Wir sind dran, Daten zu finden. Wird wohl im August sein.

Das war also Ronan Keating am Telefon. Er fühle sich fit und gesund und liebe es, „busy“ zu sein, das sagte er auch noch. Mir kam noch in den Sinn, dass ich ihn auf die Ähnlichkeit mit Sting ansprechen wollte (siehe Bild unten), aber vielleicht ist es besser, hab ich das vergessen. Und einen Songtipp wollte ich ihm auch noch abluchsen. Aber er weigerte sich partout, Auskunft zu geben. Er höre „constantly“ Musik, und ja, er möge Singer Songwriter, sagte er, Glen Hansard, Damian Rice, John Mayer, Ray LaMontagne, „that’s what I like“, aber einen einzelnen hervorheben, das würde er nicht wollen.

Ganz der höfliche Schwiegersohn. Äh, Ire. Äh, Musiker! Das Wort hab ich gesucht!Ronan-Keating

RONAN KEATING: „TIME OF MY LIFE“: Out now (Universal Music)

(Bilder: Universal Music/Instagram)

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