Solo steht ihnen gut

Ja, ich gestehe, ich mag die Boygroup One Direction. Naja, zwei von fünf Mitgliedern jedenfalls. Also nicht die Typen an sich, sondern nur die Musik. Genauer gesagt, die von Niall Horan und Harry Styles. Beide kommen diesen Frühling für ein Konzert in die Schweiz.

Erinnert ihr euch an One Direction? Ja, genau, die putzige, poppige Teenie-Boyband, geformt 2010 in der englischen Castingshow The X Factor. Rund um den Globus sorgten die fünf Jungs für Kreisch- und Ohnmachtsanfälle und verkauften über 70 Millionen Tonträger. Momentan gehen sie ja getrennte Wege und machen solo Musik. Dabei bleiben sie sehr erfolgreich.

Back in the days …

Zayn Malik (2015 aus der Band ausgestiegen), Harry Styles und Niall Horan haben bereits ihr Debütalbum veröffentlicht. Louis Tomlinson und Liam Payne einige Singles. Fun Fact: Letzterer ist liiert und hat ein Baby bekommen mit der damaligen X-Factor-Jurorin, Sängerin Cheryl Cole, sie 34, er 24 Jahre.

Liam, Zayn und Louis (obwohl dessen neuste Nummer „Miss You“ gar nicht so übel ist) würde ich grob gesagt in den selben Topf schmeissen. Nicht schlecht, aber Chart-Gedudel halt.

Was die übrigen zwei – Harry Styles (früher der langhaarige Mädchenschwarm Nummer eins in der Gruppe) und Niall Horan (früher der Blonde in der Gruppe) – fabrizieren, gefällt mir wirklich gut.

So sah Harry Styles in den frühen Tagen von One Direction aus …
… dann so …
… und aktuell so.

Harry Styles erste Solo-Single „Sign of the Times“ hat es nicht nur mir, sondern auch Kollegin Miriam gleich angetan. Mit der fast sechs Minuten langen Piano-Ballade lieferte Styles eine überraschende und mutige Nummer, weit entfernt vom süssen Boyband-Pop. Auf seinem Debütalbum „Harry Styles“ (2017) bekam die Stimme des 23-Jährigen endlich genügend Raum und er zeigt, was er kann, mit abwechslungsreichen, rockigen Songs. Mein Favorit: „Kiwi“.

Übrigens: Gerüchten zufolge könnte Harry Styles vielleicht eines Tages James Bond verkörpern (ich hoffe es ehrlich gesagt nicht).

So sah Niall Horan beim Karrierestart aus (Haare runter) …
… dann so (Haare rauf) …
… und aktuell so.

Niall Horan bewegt sich mit Gitarre auf der Singer-Songwriter-Schiene. Weniger Kontrast zu den One Direction-Zeiten als bei Harry Styles, aber dennoch: ruhiger, authentischer und intimer. Mir gefällt es sehr. Sein Debütalbum „Flicker“ (2017) habe ich mir gekauft. Es läuft bei mir zum Beispiel an einem gemütlichen Sonntag zuhause oder nach Feierabend auf der Heimfahrt im Zug, um runterzukommen. Die Stimme des 24-jährigen Iren vermittelt mir ein wohliges Gefühl und beruhigt mich irgendwie.

Zudem mag ich die leichte Heiserkeit an manchen Stellen, etwa bei „On My Own“ (ein Hoch aufs Singledasein, da kann ich nur zustimmen). Diesen Song könnte er auch aus voller Kehle in einem irischen Pub singen, das würde wunderbar passen. Der Titel „Seeing Blind“ feat. Maren Morris hat einen tollen Country-Vibe, „Slow Hands“ ist geschmeidig sexy und „Too Much to Ask“ finde ich einfach pur und schön (mein Lieblingstitel). Am Anfang von „You and Me“ singt Niall: I’ve got a young heart and it’s wild and free (Ich habe ein junges Herz, das wild und frei ist), das bringt dieses Album für mich rüber, ganz ungezwungen.

Kreischen werde ich aber trotz all dem nicht. Niemals. Dafür tanzen oder mitsingen.
„I’m here for the music“ und die will ich auch zu hören bekommen.

Konzertdaten Schweiz:
Harry Styles: Sonntag, 11. März, St. Jakobshalle in Basel
Niall Horan: Donnerstag, 3. Mai, Halle 622 in Zürich Oerlikon

 

Bild: Niall Horan, Facebook / GIFs: giphy.com

Tags:

Schreibe einen Kommentar

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.