Takk TAKK und Takk Mark Lanegan

Gastautor Marcel ist nicht nur grosser Fan von Mark Lanegan, er durfte kürzlich auch mit ihm telefonieren. Mit „Takk“ bedankt er sich dafür auf Norwegisch bei den Schweizer Bookern von Takk Prod, und bei Mark Lanegan.

Ich habe keine Sekunde gezögert, als die Anfrage für ein Telefoninterview mit Mark Lanegan kam. Zwar mussten noch einige Abklärungen getroffen werden, doch bald stand ich mit den entsprechenden Leuten in Kontakt, um die Details zu besprechen und ein Datum zu fixen. Genauer gesagt bekam ich mitgeteilt, wann ich ready sein soll. Der erste vereinbarte Termin wurde dann jedoch verschoben. Mark ging zum Zahnarzt, danach spricht es sich halt nicht ganz so gut.

Eine Woche später bekam ich eine Nummer, die ich anrufen sollte. Eine Nummer in England, wo Lanegan am Abend mit Duke Garwood ein Konzert gab.

Die beiden sind derzeit mit ihrem aktuellen Album „With Animals“ auf Tour. Während die erste Zusammenarbeit „Black Pudding“ von 2013 trockener Bluesrock war, klingt das neue Album wesentlich feingliedriger.

Duke Garwood arrangiert die Instrumente, Mark Lanegan legt seine dunkle Stimme darüber. Fast so, als würden Massive Attack ein Akustik-Set spielen. Wäre ich ein geübter Interviewer, hätte ich die Fragen zum Album an den Anfang gestellt. So könnte ich jetzt noch ein paar Sätze von Mark Lanegan einbauen. Habe ich aber leider nicht. Was ich aber gefragt habe, ist, wie die Kollaborationen mit anderen Künstlern zustande kommen. Das passiere völlig unterschiedlich, erklärt Lanegan, manchmal gehe die Initiative von ihm aus, oftmals würde er aber auf jemanden aufmerksam gemacht oder direkt angefragt. Auch wollte ich von ihm wissen, ob die Musiker, die mit ihm zusammenarbeiten, Ehrfurcht vor ihm haben. Da er selber als junger Musiker mit John Cale und Jonny Cash arbeitete, und diese ihm auf Augenhöhe begegneten, würde er dies auch so handhaben, wenn er mit unbekannten Künstlern ein neues Projekt starte. Er nehme gerne neue musikalische Herausforderungen an, schaue lieber in die Zukunft als in die Vergangenheit.

Das fand ich einen schönen Schlusssatz, denn die Zeit war schon um.

Lanegan war nett und antwortete ausführlich auf meine Fragen, gar nicht so, wie man sich ihn vorstellt, nämlich als zurückhaltenden, grossen Schweiger. Besonders als er mir erklärte, dass sich Leute, die mit ihm zusammenarbeiten, wohl fühlen sollen, klang er auf einmal fürsorglich, was mich sehr berührte.

Ich habe festgestellt, dass ich mir das Interview am Telefon, und erst noch auf Englisch, deutlich einfacher vorgestellt habe. Lessons learned: Das nächste Mal aktuelle Fragen zuerst stellen, denn die Zeit ist begrenzt.

Lanegan spielt morgen übrigens mit Duke Garwood im wunderbaren Alhambra Theater in Genf. Gemäss Online-Setlits der vergangenen Konzerte, spielen sie beide Alben in voller Länge.  Ein Grund mehr, eine Show änet dem Röstigraben zu besuchen.

Marcel lässt sich im Mascotte Zürich die Setlist von Mark Lanegan signieren. Es ist bereits die zweite, die nun das heimelige Wohnzimmer schmückt. Nettes Detail: Marcel trägt ein Bandshirt von Eddie Vedder.

 

 

(Bilder: Facebook/privat)

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