Blues-Rock und Bonnie Tyler

Schon vom Video zu „Daytime/Nighttime“ waren wir seinerzeit begeistert. Jetzt veröffentlichen The Konincks ihre gleichnamige EP – und eine exklusive Liste mit ihren zehn allerliebsten Blues-Rock-Songs.

  • Cream – „Strange Brew“: Die erste Blues-Rock-Supergroup überhaupt, bestehend aus den drei Jahrhunderttalenten Eric Clapton, Jack Bruce und Ginger Baker. Dies war der erste Song, den wir zusammen gespielt haben und somit jener, der den Weg für The Konincks ebnete. Unschwer erkennbar, dass uns „Strange Brew“ auch zu unserer Debüt-EP „Electric Brew“ inspirierte. Unsterblich!
  • Creedence Clearwater Revival – „I put a spell on you“: Ein Blues, wie er besser kaum gespielt werden kann. Wenn auch nicht das Original, hat dieser Song unsere Truppe massgeblich beeinflusst, und er findet – wie auch „Strange Brew“ – immer mal wieder den Weg in unsere Live-Setlist. John Fogerty at his best!
  • Lynyrd Skynyrd – „Free Bird“: Ein Epos, der bei uns im Bandbus rauf und runter läuft. Auch wenn der Text simpel gestrickt ist, vermittelt er das Gefühl von Freiheit und Sorglosigkeit. Das fünfminütige, exzessive und zum Teil zweistimmige Gitarrensolo sorgt dann für permanente Gänsehaut.
  • Fleetwood Mac – „The Green Manalishi“: Peter Green hat den Blues entscheidend mitgeprägt, und er formte zusammen mit Mick Fleetwood die Band zu einer der grössten Blues-Rock-Bands überhaupt. „The Green Manalishi“ ist reduced to the max, endet aber in einem explosiven Psychedelic-Gewitter mit Leadgitarren und Geisterstimmen. Genau unser Groove.
  • The Black Keys – „Lonely Boy“: Simpel, schnurstracks, eingängig und voll in die Fresse: An den Black Keys kommt man als Blues-Rock-Fan in der heutigen Zeit nicht vorbei. Als Produzent und Songwriter hat Dan Auerbach so manche Band beeinflusst – so auch uns.

  • Tame Impala – „Feels Like We Only Go Backwards“: Auch von der neueren Blues-Rock-Generation, haben sich Tame Impala innert Kürze in unser Herz gebrannt. Der Song ist eine sphärische und stimmungsvolle Psychedelic-Blues-Nummer mit einem interessanten Arrangement.
  • Golden Earring – „Radar Love“: On the road again! Dieser Song gehört einfach dazu, wenn wir unterwegs sind. Mit dem stampfenden Beat und den Roadtrip-Lyrics ist er der perfekte Track für lange Stunden im Bandbus.
  • King Gizzard and The Lizzard Wizzard – „Bitter Boogie“: Keine typische Blues-Rock-Band, aber eine der besten und erfolgreichsten zurzeit. Zudem hat sie einen unglaublichen Output und trägt ihren Teil dazu bei, dass Vinyl-Platten wieder beliebter werden.
  • Luther Allison – „Dust my Broom“: Die erste Blues-Platte, die unser Neo-Drummer Luke je gehört hatte. Sie steht mittlerweile nicht mehr im Plattenregal seiner Mutter, sondern in seinem. Er hört sie immer noch regelmässig und klar, das wird sich im zukünftigen Sound von The Konincks widerspiegeln.
  • Ten Years After – „Spoonful“: Natürlich gehören Alvin Lee und Konsorten quasi zum Blues-Rock-Inventar. Obwohl uns gedroht wurde, finden wir diesen Song besser als das Original. Duck und weg.

 

Soundmässig sind The Konincks, wie man ahnen kann, sehr nahe an dieser Liste dran. Und somit natürlich in einer komplett anderen Sphäre angesiedelt als … ehm … Bonnie Tyler. Und trotzdem soll aus aktuellem Anlass gesagt sein, dass die Stimme von Frontfrau Julia Herzog total an Tyler erinnert. Ja, die Bonnie Tyler, deren Überhit „Total Eclipse of the Heart“ in den letzten Tagen dank der Sonnenfinsternis auf Platz 1 der itunes-Charts gelandet ist. 35 Jahre nach dessen Veröffentlichung.

Bestimmt hat die amerikanische Sängerin vor Unglaube ohne Schutzbrille in die Sonne gestarrt. Oder an Wände – wie Julia Herzog.

THE KONINCKS: „DAYTIME / NIGHTTIME“ EP, out 25.08.17

LIVE: 25.08. am Sound of Glarus (gute Gelegenheit, auch gleich auf die beiden anstehenden Schweizer Konzerte von Mando Diao am 25. und 26.08. hinzuweisen)

(Bild: Sandro Burkhalter)

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