Ein Song für das Leben und den Tod

Noch 13 mal schlafen, dann besucht uns endlichendlich Zoë Howe (Tickets für die Lesung gibts hier). Heute schon kennen wir den Song, den sich die Autorin für ihre Beerdingung wünscht, weil sie ihn zur Hochzeit nicht gekriegt hat.

„Ein Song, von dem ich nie genug bekommen werde ist „Love“ von Brian Jonestown Massacre. Das ist meine Vorstellung von Slow Dance. Ich wünschte, ich wäre zu diesem Song vor den Altar geschritten. In Wahrheit lief in diesem Moment der Wedding March, sehr, sehr schlecht gespielt von einem alten Mann, der ziemlich sicher betrunken war. Es war schon irgendwie witzig, aber ich wollte so sehr, dass er zu spielen aufhört, dass ich offenbar regelrecht zum Altar gerast bin (sagt meine Mutter). Ich hätte mir bis zum Ende des Songs Zeit gelassen, wenn „Love“ gelaufen wäre. Das sind fast vier glitzernde Minuten verträumter, eleganter Rock’n’Roll-Romantik. Da kann man sich sinken lassen. Vielleicht wird der Song an meiner Beerdigung laufen. Ich würde nirgends mehr hinrasen. Man könnte ihn sogar zweimal spielen.“

 (Pressebild / Melanie Smith)
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