TRANSHELVETICA: Der verhinderte Goboi

Ja, äh, beim Thema „BAUSTELLE“ dachten wir bis anhin an Gölä. Jetzt nicht mehr. Danke, Marc Amacher. Hier unser Gasttext für „Transhelvetica“, er steht so auch in der neuen, superschönen Ausgabe „Baustelle“ (könnt ihr auch gewinnen. Siehe unten).

Bluesmusiker sein, sagt Marc Amacher, sei eigentlich dasselbe wie Handwerker sein: In beiden Berufen arbeite man mit seinen Händen, man müsse sich mit immer neuen Situationen auseinandersetzen und am Ende, ja, am Ende sei da ein sichtbares Ergebnis. In seinem Falle ist das ein Debütalbum, es heisst „8 Days“ und ist kürzlich erschienen.

Der Berner Oberländer, der es Ende 2016 ins Finale von „The Voice of Germany“ geschafft hatte, ist wie schon sein Urgrossvater und sein Grossvater gelernter Strassenbauer, Verkehrswegbauer, wie das heute heisst. Als Bub lautete sein Berufswunsch „Gitarre spielen“ (und sollte das nicht möglich sein: „Goboi oder Gangster“). Auf Baustellen ist der Musiker, bei dem der Dreck nicht auf der Lunge, sondern in der Stimme liegt, allerdings nur noch selten anzutreffen, etwa dann, wenn er sich „ein Baggerli“ mietet und auf seinem Vorplatz etwas baut.

Früher hat Marc Amacher manchmal „Ohrstöpsel unters Hemli“ gemogelt und so den Blues auf die Baustelle mitgenommen. Was gar nicht nötig gewesen wäre, eigentlich: „Alles ist Musik. Der Herzschlag, die Eisenbahn, ein galoppierendes Pferd.“ Ja, so klingt das, wenn Blueshandwerker spricht.

Marc Amachers Tipps:

  • Mühle Hunziken: Amacher schwärmt vom Club in der Nähe von Bern: „Wer da schon alles gespielt hat! Auch die dicken Amibands!“. Seine Debutalbumtaufe hat natürlich auch er in Rubigen gefeiert.
  • Intime Momente am Brienzersee: Rar seien sie, aber unvergesslich: Spontane Alphornkonzerte am See. Alphorn, so Amacher, habe „öppis Bluesigs“.
  • Konzerte auf der Bettmeralp, VS: Der Platz auf der Bühne dort, sagt Marc Amacher, sei ungefähr so gross wie wenn man zwei Tische nebeneinander stellen würde. Grossartig.

Wir verlosen 2 „BAUSTELLE“-Ausgaben von Transhelvetica. Hier einschreiben.

Ausserdem ist das Magazin an allen guten Kiosks erhältlich. 

(Bilder: Transhelvetica/Philipp Reinhard, zvg)

Übrigens: Das Album „8 Days“ ist seit April im Handel, Auftritte von Marc Amacher (es sind einige!) seht ihr hier.

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