Was hätte sein können

Eine Veranda wäre gut, eine aus Holz. Zum Lissie-Hören, mein ich.
Ein bisschen Wind auch, und trockene Erde und vielleicht sogar ein Cowboy-Hut. Denn Lissie weckt diese Sehnsucht nach einem Film-Amerika (und nach Zigaretten, dies nur so nebenbei), ein bisschen so wie früher mal Lana Del Rey, so kräftig singt Lissie zwar nicht, dafür aber persönlicher.
Nämlich davon, wie es ihr aus Illinois in Kalifornien ergangen ist. Nicht nur gut, imfall.

I could’ve been a hero, I could’ve been a zero
Could’ve been all these things
I could’ve been nothing, I could’ve been something
Could’ve been all these things

Das ist aus „Hero“, dem am meisten Fernweh weckenden Lied (obwohl die im Clip nicht über den Gartenhag rauskommen). Der Anfang des Albums gehört eben Kalifornien (es wird mit einer Ouvertüre eröffnet, so … rührend. So schön!), in den anderen Liedern gehts um andere Sachen, traurige und politische und freundschaftliche, um was es halt so geht in Liedern.

Lissie hat einst auf Demi Moores und Ashton Kutchers Hochzeit gesungen, ging nicht gut aus, ja, ja, egal, denn sie hat auch viele schöne Lieder geschrieben und gibt jetzt ihr drittes Album heraus. Morgen, um genau zu sein.
Das nächste soll dann „My Mild Midwest“ heissen, hat sie irgendwo gesagt, weil Lissie ja jetzt aus diesem Kalifornien weggezogen ist, zurück in den Mittleren Westen. Aber eben: Zuerst jetzt mal das aktuelle hören, es ist fröhlich und sanft, es bildet als Album so richtig eine Einheit, was ja immer schön ist, und es weckt Sehnsüchte, die man aber auch gut wieder vergessen/verdrängen kann. Kurz: Es ist mild wild.

LISSIE: „MY WILD WEST“ Out: 12.02.2016, Cooking Vinyl;
Konzerte: 05.03.2016 – Bern, Bierhübeli, 06.03.2016 – Winterthur, Salzhaus
(Bild: Musikvertrieb)

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