Zoë Howe Part II

Es ist fix und wir freuen uns sehr: Am 13. Februar 2017 bekommen wir Besuch von der britischen Musikautorin Zoë Howe. Sie wird ihren ersten Roman „Shine On, Marquee Moon“ mitbringen. Eine Geschichte über eine Frau, die Freundin eines Rockstars ist, über dessen schrille Band und ganz allgemein die Sonnen- und Schattenseiten des Rock’n’Roll-Lebens. Wir sagen, wem wir das Buch empfehlen:

  • Frauen. Oder Männern, die Frauenbücher mögen.
  • Allen, die sich von dem titelgebenden Album der amerikanischen 70er-Rockband Television ebenso hinreissen lassen, wie die Protagonistin Sylvie, die der Meinung ist: Ein Mann, der „Marquee Moon“ nicht im Regal stehen hat, kann sowieso nichts.

  • Fans, die Zoë Howe für ihren Humor und ihr Gespür für coole Musik lieben und es schätzen, dass sie mittels zahlreicher Verweise nicht nur Text, sondern auch Musiktipps abliefert. Übrigens werden die Hauptfiguren am Ende des Buches mit je einer Lieblings-Playlist charakterisiert. Was gut ist, denn in der Geschichte sind ihre Profile nicht wirklich zu Ende ausgearbeitet.
  • Allen, denen es nichts ausmacht, dass der Roman hauptsächlich aus Dialogen besteht und eher selten aus Beschreibungen von Orten, Stimmungen, Situationen. Was dazu führt, dass man sich mehr als bei anderen Bildern bemühen muss, Bilder im Kopf entstehen zu lassen.
  • Eltern von Groupies, die ihren Töchtern zeigen wollen, dass das Leben mit einem Rockstar nicht zwingend schön ist.
  • Allen, denen es egal ist, wenn ein Roman nicht auf einen Aspekt reduziert und in einem Guss, sondern vollgepackt und in episodenhafter Form daherkommt. Im Fall von „Shine On, Marquee Moon“ ist es nur so möglich, auf rund 200 Seiten eine Beziehungsgeschichte abzuhandeln, die beim Glücklichsein anfängt, sehr rasch in eine Krise übergeht, die wiederum auf den ersten Blick durch einen Nebenbuhler und auf den zweiten durch einen Drogenrückfall ausgelöst wurde, während sich parallel eine Spukgeschichte abspielt und sehr viel Einblick in das klischeehafte Tourleben einer Rockband gewährt wird. Es ist viel, ja…
  • … aber es ist eben auch sehr lustig. Zoë Howe hat ein Talent für skurrile Situationskomik, die sie so rüberbringt, dass es dem Leser vorkommt, als würde er gerade eine sehr britische TV-Serie schauen.
  • Und dann noch jenen, die ganz einfach wissen wollen, was Zoë Howe nach ihren Biografien über die frühere Londoner Punkband The Slits, „Rock’n’Roll Gentleman“ Lee Brilleaux oder die britische Rockband Jesus and Mary Jane für eine Romangeschichte ausgedacht hat.
  • Leuten, die sich in gewissen Situationen fragen, was wohl Liz Hurley in derselben Lage tun würde.

 

ZOË HOWE: „SHINE ON, MARQUEE MOON“, out (Troubador Publishing Ltd) – kann man beispielsweise hier bestellen

(Bild: Facebook Zoë Howe)

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