Ich kenne nur zweieinhalb Bands, aber ich geh‘ trotzdem an die Kilbi

In diesem Beitrag erklären wir euch sämtliche Bands, die an der Bad Bonn Kilbi auftreten. Nein, kein Scheiss. Ich kenne zweieinhalb, ihr so? (Darf man das schreiben auf einem Musikblog? Man darf! Hier darf man eben alles, das ist das Schöne daran!) Wer also wirklich etwas erfahren will, der möge den ohnehin schönen Blog von Benedikt Sartorius  besuchen, dort lernt ihr was. Nicht so wie hier, wo nur so Zeugs steht wie z.B.:

  • Schon nach einer halben Stunde waren gestern Morgen alle Festivalpässe ausverkauft, jetzt (Stand: Mittwoch, 19.31 Uhr) gibts noch Tagestickets für Donnerstag.
  • Wie hoch ist wohl der Prozentsatz jener Leute, die sonst je an einem Konzert im Bad Bonn waren?
  • Mein letztes ordentliches Bad-Bonn-Konzert: Shearwater. Die haben unterdessen ein neues Album gemacht und waren vergangenen Sonntag in Fribourg. Es ist also verdammt lang her (verdammt lang her! Hihi).
  • In meiner kleinen Welt nennen wir die Kilbi auch „Hipsterism Island“ (das ist so ein langweiliger Fakt, dass sogar der „Tagi“ seine Programmlese schon damit überschreibt: „Das freut die Zürcher Hipster: Kilbi wieder mit Top-Programm“. Der Originaltitel im „Bund“ lautete übrigens „Zeitgeister und ihre Vorfahren an der Kilbi“, oh Feuilletontitelei, du zuverlässigstes aller Schlafmittel.) Aber zurück zu den Hipstern: Das Versöhnliche in Düdingen ist, dass die Hipster hier auf die Dorfjugend mit Seislerdialekt treffen, und ihr ist der 5/8-Hosen-Trend so etwas von Scheissegal. An der Bierschwemme sind alle gleich.
  • Apropos Hipster: Die neue Hipstermusik ist Jazz. Ich bin zu doof für Jazz, und mit einem Saxofon kann man mich foltern.
  • Apropos Saxofon: Dieser Kamasi Washington kann mir dann grad gestohlen bleiben. Aber er gilt scheints neben Kendrick Lamar als der andere grosse Erneuerer der Black Music, deshalb passt das schon.
  • Apropos passt das schon: Die Bad Bonn Kilbi ist so super, weil sie den Groove eines Dorffests (einfach oben ein bisschen auf der Terrasse stehen und schauen, wer sonst noch so da ist) mit einem ausgesprochen hohen musikalischen Anspruch verbindet. Charme und Anspruch – ergo das Gegenteil des Gurtenfestivals.
  • Apropos Charme: Bonnie „Prince“ Billy soll ja einmal fast verreckt sein vor Freude am Baden im Schiffenensee.
  • Schluss jetzt mit dem doofen Aporopos. Aber es gibt jetzt ein neues Buch, es heisst „Bad Bonn Songbook“, und das sollte man sich mal ansehen. Frau Chan Marshall (Cat Power, traurig verliebte Leser erinnern sich) hat darin u.a. einen Text geschrieben. Notiz an selbst: lesen.
  • Other Lives waren super an der Kilbi 2012. Am Mittwoch, 9. März, spielen sie im Fri-son. Da möge man hingehen.
  • Savages seien der andere nächste grosse Scheiss, höre ich schon lang. Und jetzt sind sie an der Kilbi. Muss ich wohl doch noch einmal versuchen, die gut zu finden. „Adore“ ist schon ziemlich hartnäckig.
  • Macht es einem leicht, sie gut zu finden: Julia Holter.

Bad Bonn Kilbi (bei mir funktioniert die Website so semi, aber das liegt wohl an meinem Compi), 2.-5. Juni, Düdingen, Tickets noch für Donnerstag erhältlich.

(Fotos: privat, aus der langlebigsten Whatsapp-Gruppe auf meinem Handy, einst gegründet an der Kilbi, sie heisst „Büuderrätsu“ – auf Seislerisch ausgesprochen natürlich.)

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