Es nervöselet

Gregory Porter ist ja der Mann, wenn es um gepflegte Hintergrundmusik geht, zum Beispiel, wenn man Freunde zum Znacht eingeladen hat. Weil Porters Jazz auch für Jazzbanausenallergiker erträglich ist, und sogar mit einem Fondue harmoniert, und weil seine Musik sich immer diskret über dem Essenstisch herumtreibt, ohne je aufdringlich zu wirken.

(Man nehme am besten das Album “Be Good”)

Das neue (Album) erscheint erst im Mai, aber seit heute gibts die Single “Don’t Lose Your Steam”. Sie ist nicht geeignet als musikalische Berieselung für Spaghetti-Bolognese-Einladungen. Schon gar nicht für den Fondueplausch. Gregory Porter aus Los Angeles wollte ja mal Profi-Footballer werden, und die Single klingt, als ob er sich in der Garderobe darüber auslassen würde, warum er zu spät zum Training erscheint. Das ist jetzt nicht wertend gemeint, mehr so: Wuchtig, lebendig, voller Leben, aber ein bisschen gestresst. Es nervöselet. Ein wenig. Den Song hat Porter übrigens für seinen dreijährigen Sohn geschrieben, zusammegefasst singt er: Dranbleiben, egal wie hart es ist!

Das tun auch wir, die Vorfreude aufs neue Album ist gross! Bis dahin haben wir vielleicht auch herausgefunden, was die Mütze, die Porter immer trägt, wirklich soll, und schmeissen noch ein paar Dinnerpartys.

GREGORY PORTER, Single “DON’T LOSE YOUR STEAM” Out now,
Album “TAKE ME TO THE ALLEY” Out: 06.05.2016 (Universal Music)

Konzerte: 12.03.2016, KKL Luzern;
23.10.2016, Musical Theater Basel

(Bild: www.gregoryporter.com)

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