College-Rock is not dead

Vor einigen Tagen, ein Moment der totalen Verwirrung: Ich hatte die Autonomics aus Portland ganz eindeutig als Pop-Rock-Band in Erinnerung. Ihr Video zur aktuellen Single “Superfuzz” ist eine einzige College-Party, in der die Cops am Ende, ssssjaklar, am meisten saufen. Ihre Musik so, wie wir sie von all den Ami-Komödien her kennen, in denen ein schönes Mädchen einen schönen Jungen liebt, der sich an der Promfeier dann aber als Arsch entpuppt und somit dem hässlichen und erzromantischen Nerd den Weg freigibt. Und auf bandcamp.com, wo ich mich nun in Sachen Autonomics schlauer machen wollte, spielten die auf einmal Punk???

Nachdem ich mich ein paar Tage lang ernsthaft hintersinnte, warum eine Punkband ihre Europatournee mit einem gutgelaunten Party-Pop-Video ankündigt, fand ich heraus, dass ich den Bandnamen die ganze Zeit falsch geschrieben hatte. Automatics anstatt Autonomics, Aff, meilenweiter Unterschied, auch wenn sie lustigerweise beide aus Portland kommen.

Nun sind die Autonomics ab dem 19. September wie gesagt in Europa unterwegs. Und sorgen da mit ihrem “Fuzzpop” (ja, so nennen sie ihn) mit Sicherheit für gute Stimmung. Für Rockette werden Frontman Dan Pantenburg und die Zwillingsbrüder Evan (Drums) und Vaughn Leikam (Bass) aus jeder Stadt einen Bildergruss schicken. Wir freuen uns!

Notiz am Rande: Ich dachte ja, dieser College-Rock sei durch. Aber gerade kürzlich hat auch eine Schweizer Band eine Single veröffentlicht, die sich als Gastsong in einer Serie wie O.C.California platzieren liesse: “Are You Done Now” von All To Get Her.

autonomics-tourplakat

AUTONOMICS: Single “Superfuzz”, out (Rola Records)
Das neue Album erscheint voraussichtlich Anfang 2017.
(Pressebild)

 

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