Das brauchst du jetzt

Was brauchen wir jetzt? Gute Musik und gute Bücher. Also Black Pumas, Humanoids und Elton John. Und Nadia Reid!**

** Anmerkungen von Miriam. 

Es läuft ja jeweils so: Irgendjemand hat irgendetwas schon laaaange gehört, bevor man es selber entdeckt. Mir geht es jedenfalls immer so, also fast immer (Zaz kannte ich, bevor SRF 3 merkte, dass es französischsprachigen Sound gibt, und über Lewis Capaldi, bei dem der gleiche Sender sich ja jetzt fast nicht mehr einkriegt, haben Rockette Melinda und ich uns schon unterhalten, als er, keine Ahnung, noch jünger war 😎 ). Item. Letzthin hat Rockette Miriam eine Platte von den Black Pumas geschenkt bekommen. Ja, und zwar von Mathias Matchenko Schenk, der sie mir, als ich in einem Laden gerade meine Waden von oben in 18-Loch-Docs stopfte, vor die Nase hielt und entschied, dass ich die GANZ. SICHER. geil finde. Liess nebenbei fallen, dass die mir auch noch gefallen täten. Ich mit Handy in der Hand und Spotify und dann so:

 Erzählte das am gleichen Abend dem Mann, der mich ja stetig mit Tipps versorgt, worauf dieser sagte: Hab ich dir die nicht schon vor einem halben Jahr empfohlen?

Hmpf. Ja, ja.

Jedenfalls. Ich reibe mir immer wieder die Augen (nachdem ich die Hände gewaschen habe), obwohl es eigentlich die Ohren sein müssten, aber mit denen muss ich diesem allergeilsten Sound lauschen. Ich fasse es nicht, wie können die nur? Ja, dieser Song ist unglaublich. Habe ihn übrigens kürzlich im Abspann von „Frankie & Grace“ gehört und vor Rührung geweint.

Ihr merkts, ich bin so befangen, dass mir natürlich die Worte fehlen, und es ist mir übrigens auch sehr gleich, wenn ihr die Band schon seit hundert Jahren kennt. Dieser superfeine Soul (und Funk, was ich hasse, wenn ich bei Sinnen bin. Da kommt mir gerade in den Sinn, dass ich letzte Woche jemandem gesagt habe, ich möchte NIE einen Freund, der in einer Funk-Band spielt. Das wäre ein Grund, mich nicht auf einen Mann einzulassen.) trifft mich im Herzen, auf der Haut, an der Nase, am ganzen Körper. Black Pumas laufen Endlosschlaufe in meinem Home Office, und es ist mir dann immer, als ob diese zurzeit ja eher dunkle Welt ganz in Sepia eingefärbt würde, und ich zehn Zentimeter über dem Boden schwebte. Das kann aber nicht sein, ich bin ja am Wippen.

Black Pumas sind Sänger Eric Burton und Gitarrist und Produzent Adrian Quesada aus Austin, Texas. Mehr muss ich nicht wissen. Mehr haben schon, so als Merch-Opfer: 

Dann flatterte noch die Pressemeldung rein, dass Humanoids aus Zug eine neue EP herausgeben und zwar heute. Das ist jetzt etwas ganz anderes. Eignet sich gut dafür, beim um den Block Laufen loszulassen. Oder beim Joggen, wenn man denn so was tut. Das erste Lied „The Shadow You Make Isn’t Yours“ liess mich nach ein paar Buben googeln, von denen ich schon lange nichts mehr gehört habe:

Aber es geht ja um Humanoids (das sind die im Titelbild). Um Rock. Nothing else matters. Und das ist ja ungemein wohltuend dieser Tage. Hier ein älteres Stück:

Und hier könnt ihr reinhören in „Could You Love To Lose?“.

Etwas ganz anderes: Nadia Reid! Die Neuseeländerin klingt ja irgendwie sehr nach Lucy Dacus. Übrigens auch eine, die ich schon ewig verehre – einfach falls sich SRF jetzt dann gleich damit brüsten sollte. Denn Lucy Dacus kommt, wenn sie von der Weltregierung aus darf, am 18. April ins Le Romandie in Lausanne.

Aber eben, Nadia Reid ist ganz anders als die Herren aus Austin und Zug und gerade deswegen eine schöne Ergänzung für den Quarantänen-Soundtrack. Ihr drittes Album „Out of My Province“ ist am 6. März bei einem Label mit dem schönen Namen Spacebomb erschienen, sie selber erscheint am 28. April im ISC Bern. 

Ja, und dann Elton John. Wir haben ja schon lange über die Autobiografie geredet, nur gelesen hatten wir sie noch nicht. Jetzt schon. Ihr müsst auch. Wükli. Sie berührt. Und zwar von der ersten Seite an. Es wurde viel darüber geschrieben, ich muss jetzt nicht auch noch, ausser vielleicht: Man kann ja nicht nur immer Pushmeldungen lesen.

(„Me, Elton John“ könnt ihr bei uns bestellen, auf Englisch oder auf Deutsch. Entweder via Website oder per Mail (shop@bookette.ch) derzeit mit 10Corona%.

Und überhaupt alle Bücher, aber das wisst ihr ja schon.)

Ach ja: Danke, Jürg Halter, für diesen:

 

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