Ich bin in letzter Zeit hin- und hergerissen und ständig unterwegs. Beruflich vor allem, und ich bin erschöpft. Ich brauche deshalb abends (und manchmal morgens, klar) Dinge, die mich ablenken, und die möglichst wenig mit meinem Leben zu tun haben.
Ich mag nur dunkles Bier. So war es schon immer und so wird es immer sein. Aus diesem Grund musste ich mir "House of Guinness" fast ansehen, obwohl mir schwante, was da kommen würde. Ein düsteres Stück über ein düsteres Zeitalter im düsteren Irland. Es ist grossartig! House of Guinness auf Netflix
"Imagine 5" ist ein Magazin. Genauer: an impact foundation inspiring a planet-friendly life through positive stroytelling and future-proof solutions. Was so viel heisst wie: Medizin in Situationen, in denen man denkt, es geht einfach nicht mehr mit und in dieser Welt. Die Ausgabe, die ich mir bestellt habe, bespricht unter anderem auch zwei, die ich sehr mag: Einerseits Sean Sherman, the Sioux chef, naja, ich habe jahrelang vergeblich versucht, mit ihm zu sprechen (und dann einfach einen Artikel geschrieben, weil er zu beschäftigt war). Er kocht mit regionalen Zutaten, was bei ihm heisst: Bloss nichts aus Europa! Andererseits mit Sophia Roe, Miriam verdreht jetzt die Augen, aber auch sie ist eine Köchin, die coolste. Ihre wichtigste Zutat sei "Bewusstsein", sagt sie. Im Heft, das mehr ein Buch ist, findet sich nicht nur Kochzeug. Auch Infos über Tiere, über Innovationen, Erfindungen, solche Sachen. Auf dem Cover ist dieses Mal Viggo Mortensen, von dem ich einen Fotoband besitze, das ist natürlich hierfür nicht von Belangen, aber ich bin einfach stolz darauf. Hier bestellen: Imagine5.com
Es ist schon lange draussen, und ich hatte es schon länger angefangen zu lesen: Band II von "Yrsa", der Wikingerin, eine Geschichte von Alexandra Bröhm. Band I hatten wir bei Chick Chat besprochen. Mein Sommer raste aber einfach so an mir vorbei, ich hatte zwar ein Interview geführt mit Alexandra, die eine absolute Expertin in Sachen Wikinger:innen ist (hier nachzulesen), aber der Roman war einfach nie da, wo ich war (das ist jetzt räumlich zu verstehen). Das habe ich in zwei Nächten im Tessin nachgeholt, im Herbst, es war schon kühl, und ich früh im Bett. "Yrsa" ist so, so spannend. Vielleicht muss man am Anfang ein bisschen kämpfen (wie die Hauptperson selber auch, he, he), nicht fest, aber man muss sich einfach einlesen in diese Welt, die voller Magie ist und ausserdem für Historikfans ein Paradies (die Geschichte spielt im Jahr 834). Dann kann man nicht mehr aufhören. Nina Alexandra Bröhm: Yrsa, Ullstein.