Etwas Düsteres zum Valentinstag

Heute veröffentlicht die Emmentaler Rockband 3rd Choice ihre selbstbetitelte, zweite EP. Darauf schlägt sie deutlich härtere und ziemlich düstere Töne an. Also perfekt für den Valentinstag. 

In jeder Beziehung kriselt es mal. Das ist auch in einer Band nicht anders. Ein Hin und Her, Ratlosigkeit, Streit, egal wie es auch abläuft, am Ende steht entweder die Trennung oder man geht als Paar Band stärker daraus hervor. Bei 3rd Choice ist zum Glück letzteres der Fall. Den Beweis dafür liefern sie mit ihrer neuen, selbstbetitelten EP

Das Werk ist in Eigenregie entstanden. Die treibende Kraft dabei: der Drummer. Der hatte klammheimlich nicht nur einen Haufen neues Equipment geordert, sondern auch sein Know-how in Sachen Recording und Handhabung entsprechender Software aufgestockt. So nahmen 3rd Choice erste Demoversionen in ihrem Bandraum auf. Schnell wurde ihnen klar, wie viel mehr sie mit einer sauberen Pre-Production (sprich: den Song aufnehmen, analysieren, abändern und so perfektionieren) aus ihrer Musik herausholen konnten.

Ihre erste EP „Unleashed“ (2017), bezeichnen 3rd Choice heute als „Kopf durch die Wand“-Produktion. Sie finden selbst, dass sie zwar damals eine geile Zeit hatten, doch rein musikalisch gesehen, „war das nicht gerade der Wahnsinn“. Nun gut, selbst ist man ja immer besonders kritisch. Aber klar, man will sich verbessern, so auch 3rd Choice. Gelungen ist ihnen dies bereits mit den 2019 veröffentlichen Singles „Please, Please“ und „Too Good To Be True“.  

Mit der neuen EP läuten die Fünf, die übrigens auch einen eigenen Podcast haben, aber nun noch deutlicher eine neue Entwicklungsstufe ein. Härter, düsterer, der neue Sound schleudert einen richtig durch. Eindeutig kein Schonwaschgang. Gut, ich bin ja musikalisch eher etwas zart besaitet, aber was 3rd Choice da abliefern, schwingt eindeutig in Richtung Metal. Ob Rock, ob Metal, ist ja eigentlich egal, explosiv ist es allemal (der Reim war keine Absicht).

Beim Hören von „Black Haze Lady“ fühle ich den Atem dieser bösen Kreatur schon fast im Nacken.

Black Haze Lady, she’s a mean witch
Steals your heart and rips it apart
She’s coming after you

„Deaf, Dumb & Blind“ ist in Zusammenarbeit mit der Metal-Formation Ghost Lights aus Wil SG entstanden. Ich empfange Vibes à la Limp Bizkit oder System Of A Down. 

Auch hinter den Titeln „Evil Mind“, „The Hunter“ und „Tied to Cheap Thrills“ (instrumental mein Favorit – tooollleee Gitarre!) verstecken sich keine Balladen. Es wird serviert, was draufsteht, hart, düster, böse, aber eben auch geil.

Unvernünftigerweise habe ich bei Konzerten sehr selten Ohropax drin, bei der Plattentaufe von 3rd Choice Ende Februar im Gaskessel werde ich aber wohl eine Ausnahme machen. Sonst haut es mir noch das Trommelfell raus. 

3RD CHOICE: EP „3rd Choice„, out

LIVE: EP-Taufe am Samstag, 29.02., Gaskessel Bern

Bild: Facebook @3rdChoicetheband

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